Von Sven Behrisch

Das Magazin N°15 – 15. April 2017

Es ist vier Uhr dreissig, als sie erwacht. Den Kopf hat sie sanft in den weichen Wabenrand gedrückt, ihre linke Antenne fährt träge über den gelblichen Trichter und meldet den vertrauten Geruch von warmem Wachs. Es ist dunkel im Stock und mollig, exakt 33 Grad. Fünf Stunden hat sie geschlafen, und die innere Uhr sagt ihr, dass es jetzt Zeit ist, das Tagwerk zu beginnen. Ein paar Zentimeter krabbelt sie nach unten, fährt mit ihren Antennen beiläufig einer ihrer vielen Schwestern über den behaarten Leib, dann noch einer und noch einer. Sie erkennt sie, ohne sie unterscheiden zu können, denn dafür sind es zu viele. In dieser Geschichte allerdings geht es um genau diese eine Biene, die soeben erwacht ist. Und darum bekommt sie auch einen Namen. Sie heisst Carla.

Carla erkennt an jeder ihrer 40 000 Schwestern im Stock mit ihren Fühlern, dass sie zu ihr, zur Familie gehört. Sie hat schon bemerkt, dass keine wie die andere ist, aber sich die Unterschiede und Eigenheiten zu merken, dafür ist ihr Gehirn zu klein. Wichtig ist zu wissen, wo sie gestern den Nektar hergeholt hat, wie weit sie geflogen ist, wie schnell die Welt an ihr vorbeigerauscht ist, welche Farbe die Blüten hatten und wie zuckerhaltig deren Nektar war. Eine Biene wie Carla ist ein kluges Tier, feinfühlig, lernfähig, sogar kritisch. Sie kann sich kilometerweite Wege merken, viel feiner riechen als ein Hund, und sie weiss, wie man Honig produziert. Eines aber kann Carla nicht wissen: dass sie an diesem Morgen zum letzten Mal aufgewacht ist.

Für das Wohl der Schwestern

Etwa eintausend Meter entfernt von dem Bienenstock krabbelt eine Ameise durch ihren Bau. Der Bau besteht aus einem kilometerlangen unterirdischen Labyrinth neben der Terrasse eines griechischen Ferienhauses. Das Haus steht in Vathy, einem Fischerdorf auf der östlichsten Peloponnes, genauer: auf der Halbinsel Methana, der die Gase 17 erloschener Vulkane ihren Namen gegeben haben. Gar nicht so weit entfernt von dieser Terrasse liegt die antike Stadt Mykene, deren Herrscher Agamemnon vor vielen Tausend Jahren siegreich aus der Schlacht um Troja heimkehrte. Von dieser Schlacht wissen wir, weil Homer in epischen Gesängen festgehalten hat, was andere ihm berichteten, beruhend auf Erzählungen, die seit Generationen überliefert worden waren. Ohne einen, der all dies sah und davon berichtet, gäbe es auch diese für das grosse Weltgeschehen ganz und gar unbedeutende Geschichte nicht, die von der Biene Carla handelt und ihrer Begegnung mit einer Ameise, die wir Larissa nennen

Alle Ameisen zusammen wiegen mindestens so viel wie alle siebeneinhalb Milliarden Menschen. Sie fressen mehr Fleisch als alle Tiger, Löwen und Wölfe.

Larissa, die in diesem Frühjahr durch ihren Bau krabbelt, ist vor Kurzem in der Hierarchie des Ameisenvolkes aufgestiegen, auch wenn sie selbst das nicht so ausdrücken würde. Sie würde, weil sie es nicht kann, überhaupt nichts ausdrücken. Nach ihrer Geburt vor sieben Monaten musste sie erst einmal die Larven füttern, zu denen sie eben selbst noch gehört hatte. Aus ihren Kopfdrüsen drückte sie für jede Einzelne ein wenig Sekret heraus, achtete darauf, dass keine zu wenig oder zu viel bekam, und trug die Larven mithilfe anderer Ameisen an die Erdoberfläche und abends wieder ins Erdinnere, damit sie es immer und zu jeder Tageszeit warm hatten. Später war sie dem Reinigungsdienst zugeteilt. Sie hielt die Gänge frei, transportierte Erde ab, wenn ein Tunnel verschüttet war, vor allem sammelte sie auf, was andere fallen liessen. Ameisen sind sehr geruchsempfindlich, aber es macht ihnen nichts aus, den Kot der anderen auszumisten, denn ihnen macht gar nichts irgendetwas aus, solange es nur allen dabei gut geht.

Für das Wohl ihrer Schwestern, des Nachwuchses und der Königin würde Larissa in den sicheren Tod laufen und auch die übermächtigsten Gegner angreifen. Die Ameise ist ein selbstloses Lebewesen, und das im doppelten Sinne: Sie weiss nicht, wer sie ist, sie sieht ihr Selbst nicht als Einheit, sie ist nur ein winziger Teil der grossen Familie ihrer Ameisenkolonie. Dieser, der Allgemeinheit, dient sie. Sie ist aber auch eines der aggressivsten Tiere der Erde – eine gute Mischung, wie die Evolution bewiesen hat. Denn kein Lebewesen gibt es häufiger als sie, und auch wenn der Homo sapiens deutlicher sichtbare Spuren hinterlässt, ist die Ameise nicht nur mengen-, sondern auch massemässig unschlagbar: Alle Ameisen zusammen wiegen mindestens so viel wie alle siebeneinhalb Milliarden Menschen. Ameisen fressen mehr Fleisch als alle Tiger, Löwen und Wölfe. Und kein einziges Lebewesen ist vor ihnen sicher. Auch die Biene nicht.

Beruhigendes Gewusel

Inzwischen hat Larissa die oberste der Karrierestufen im Bau erreicht und kümmert sich um die Nahrungsbeschaffung. Um vier Uhr dreissig ist sie längst aktiv. Wirklich tief geschlafen hat sie nicht, das wird sie in ihrem ganzen Leben nicht tun, denn dafür ist sie zu beschäftigt. Sie hat sich nur ein wenig ausgeruht. Das Gewusel um sie herum und der ständige Kontakt mit ihren Schwestern beruhigen sie. Je öfter sie die anderen mit ihren Antennen berührt und den heimatlichen Familienduft empfängt, desto friedlicher wird sie. Anders als die Biene hat sie längst vergessen, wo sie tags zuvor unterwegs war, um Nahrung zu beschaffen. Die Erinnerung daran hätte auch gar keinen Sinn, denn ihr Futter ist nur gelegentlich der Nektar aus Blüten von Pflanzen, die sich über Nacht nicht von ihrem Platz wegbewegen; Larissa sucht eher nach Käfern, die jeden Tag woanders herumkrabbeln, nach Blättern und Nadeln, die ein Windhauch von einer Sekunde auf die andere ein paar Meter quer über die Terrasse wehen kann.

Das Treiben der Ameisen erinnert bisweilen an die vergeblichen Mühen des Sisyphos. Aber dieser Eindruck täuscht. Denn Sisyphos, der von den Göttern mit vergeblicher Mühsal Gestrafte, ist nur darum so unglücklich, weil er sich erinnert, dass er den Stein schon unendlich viele Male zuvor den Berg hinaufgerollt hat – und dies ewig weitermachen muss. Die Erinnerung an die Mühen und das Bewusstsein der Unentrinnbarkeit sind sein Los. Die Ameise aber hat ein pragmatisches Gedächtnis. Einer verwehten Tannennadel rennt sie auch zum hundertsten Mal mit derselben Tatkraft hinterher, als wäre es der erste Versuch. An Larissa würden die Götter verzweifeln.

Manche Ameisenarten legen zur Nahrungsbeschaffung bis zu hundert Meter am Tag zurück, aber diese sind grösser und haben längere Beine. Larissa gehört zur Gattung Lasius niger. Lasius steht für Wegameise, niger für schwarz. Es gibt auch rote und braune Wegameisen, aber alle werden nicht mehr als fünf Millimeter gross. Larissa, eine ganz und gar durchschnittliche Vertreterin ihrer Art und voll funktionierendes Mitglied ihrer Ameisenkolonie, weiss noch nicht, wo sie heute hinlaufen wird; wüsste sie das immer schon, wäre sie auch nicht so erfolgreich im Finden von Essen. Instinkte lenken sie, Sinnesreize, spontane Entscheidungen und ein wenig auch der Zufall. Die richtige Mischung entscheidet über Erfolg und Misserfolg. Heute allerdings wird Larissa besonders erfolgreich sein.

Unbändiger Drang zu tanzen

Carla hat mittlerweile ihr Frühstück eingenommen, ein wenig Nektar aus der Wabe, da spürt sie eine warme Welle von der Seite. Eine ihrer Schwestern hat zu tanzen begonnen. Sie kennt das von sich selbst. Oft verspürt auch sie nach dem Aufwachen diesen unbändigen Drang, sofort tanzen zu müssen. Es gibt sehr verschiedene Arten von Tänzen. Meistens aber ist es ein Schritttanz in Form einer Acht, bei dem der Hinterleib hin- und herwackelt. Man könnte dieses Schwänzeln als Ausdruckstanz bezeichnen, denn die Biene will damit wirklich etwas ausdrücken: Durch ihn teilt sie mit, wo sie am Tag zuvor Nektar gefunden hat, wie weit man dorthin fliegen muss und wie viel Zucker dieser enthält. Carla hatte eigentlich vor, zu derselben Stelle wie gestern zu fliegen, denn dort machte sie reiche Ernte. Aber vielleicht würde die Schwester ja einen noch besseren Vorschlag zu bieten haben. Also stellt sie sich mit den anderen Bienen in einen Kreis um die Tänzerin herum und sieht zu. Das heisst: Sehen kann sie eigentlich nicht, denn es ist finster im Stock. Sie sieht gar nichts. Sie hört – vermutlich – auch nichts, und auch wenn sie im Moment sehr viele verschiedene Dinge riecht, folgt sie dem Tanz mit einem ganz anderen Sinn: dem elektrostatischen. Bienen stehen nämlich nicht nur sprichwörtlich, sondern auch de facto unter Strom, bis zu 500 Volt liegen an. Würde man ein Stromkabel mit dieser Spannung berühren, wäre man halb tot; die Ladung der Biene aber ist harmlos, denn ihr fehlt die Stromstärke. Doch es reicht, um ihre Zuschauer zu elektrisieren.

Die Tanzbiene läuft einen Halbkreis ab, dreht sich um 90 Grad und läuft dann geradeaus, während sie ihr Abdomen schüttelt. Dann biegt sie wieder ab und beginnt – in einer Schlaufe – den Parcours wieder von vorne. In der Geraden bedeutet einmal Schwänzeln sechzig Meter Entfernung; ein Kilometer entspricht rund 15-mal Schwänzeln und einer Sekunde Laufzeit. Nur: Sehen können das die Zuschauerbienen nicht. Aber sie fühlen es. Über die Körperhaare und die Antennen messen ihre Mechanorezeptoren die Kräfte, die von der elektrostatisch geladenen Tanzbiene ausgehen. Nicht nur die Entfernung, auch die Richtung, in die es gehen soll, wird tanzend mitgeteilt, auf ebenso präzise Weise. Was sie aber nicht sagen kann: ob der Nektar an ihrer Futterquelle süsser schmeckt als an jenen ihrer Zuschauerinnen. Ihre rhetorischen Mittel sind begrenzt. Laut wird sie nicht, zur Übertreibung fehlt ihr die Neigung. Es bleibt die Wiederholung, schwänzelnd Runde um Runde zu drehen. Und so gelingt es ihr nicht immer, das Publikum nicht nur zu informieren, sondern auch zu überzeugen.

Gut möglich also, dass Carla den Tanz eine Weile beobachtet, aber skeptisch bleibt. Sie glaubt der anderen nicht, dass sie wirklich eine so gute Quelle hat, und signalisiert der Tänzerin, dass sie anhalten soll. Sie verlangt einen Beweis von ihr. Umgehend streckt diese ihren Rüssel hervor und würgt aus der Honigblase, ihrem sozialen Magen, ein Tröpfchen des Nektars hervor, den sie zu diesem Zweck darin aufbewahrt hat. Er ist nicht schlecht. Aber besser als der, den es tags zuvor am Busch gab? Carla findet: Nein. Sie kann ihrem Urteil vertrauen, denn sie gehört zu den erfahrensten Arbeiterinnen im Stock. Seit sechs Monaten dient sie bereits ihren Schwestern und der Königin. Statistisch wird sie es nicht mehr lange machen.

Obwohl sie sich also sicher ist, selbst besseren Nektar als die Tänzerin gefunden zu haben, behält sie deren Route im Gedächtnis. Sollte ihre bewährte Futterquelle von gestern, ein prächtiger Blütenbusch rund einen Kilometer vom Stock entfernt, nicht mehr so ergiebig sein, wird sie es mit dieser anderen versuchen. Doch so weit wird es nicht kommen.

Superkolonien bis Italien

Inzwischen hat die Ameise den Bau verlassen. Sie ist nicht die Erste, die herauskrabbelt. Ein paar Hundert ihrer Schwestern sind schon vor ihr aus dem kleinen Loch in der Steinmauer gekrochen, hinter dem sich der weit verzweigte Ameisenbau erstreckt. Drei bis vier Kilometer lang sind die Tunnel darin; das klingt nach viel, ist jedoch wenig, wenn man den Bau der Lasius niger mit denen der nach Europa eingeschleppten Argentinischen Ameise vergleicht. Diese lebt in Kolonien von mehreren Millionen Tieren in Agglomerationen mit mehrere Hundert Kilometer langen Tunnelwegen. Zusammen mit anderen Agglomerationen bilden sie Superkolonien mit einigen Milliarden Familienmitgliedern, die sich von Spanien bis Italien erstrecken. Der Familienduft und ihre sehr feinen Antennen verhindern, dass eine Ameise der einen Art in den Bau von Ameisen einer anderen Art läuft – es bekäme ihr auch nicht gut. Die Wächter ergreifen jeden Eindringling sofort und schneiden ihn mit ihren Kieferknochen, den mächtigen Mandibeln, in kleine Stücke.

Auch jetzt, nachdem Larissa aus dem Bau gekrochen ist, nehmen ihre Antennen eine Duftspur auf; offenbar sind in diese Richtung schon viele Schwestern vorher gelaufen. Je stärker der Wegduft, desto mehr Ameisen haben diese eine bestimmte Strecke bereits genommen. Das kommt daher, dass jede Ameise unterwegs Duftmoleküle hinterlässt. Läuft sie zu einer Futterstelle, ist der Duft für jene, die ihr nachfolgen, noch schwach. Kommt sie aus derselben Richtung zurück und hatte Erfolg bei der Suche, ist die Duftspur schon doppelt so stark. Folgen dann weitere Ameisen der Strecke und kehren ihrerseits auf derselben Route zurück, wird die Spur immer kräftiger. Eine Ameisenstrasse entsteht, der die meisten folgen werden. Aber nicht alle. Larissa entscheidet sich zunächst, in eine andere Richtung zu laufen. Nicht weit fürs Erste. Dreissig Zentimeter in diese, zwanzig Zentimeter mäandert sie in die andere Richtung, dann kehrt sie zu der starken Spur zurück. Warum sie ihr nicht gleich folgte, weiss man nicht. Die Ameise selbst weiss es auch nicht, denn dafür müsste sie ihr Tun reflektieren. Sie müsste sich fragen: Was haben meine Handlungen mit mir zu tun? Warum tue ich, was ich tue? Vor allem: Wer bin ich?

Für Menschen liegt da ein blaues Meer. Für die Biene aber ist da – nichts. Das Wasser ist so reizlos, dass es für sie gar nicht existiert.

Die Ameise an und für sich ist nicht viel. Sie ist klein, wiegt etwa ein halbes Milligramm und kann allein  nicht viel ausrichten. Ohne ihre Schwestern im Bau und ohne ihre Königin würde sie nach kurzer Zeit sterben. Sie ist ein soziales Lebewesen, wie der Mensch und wie die Biene. Alle brauchen einander, um satt und sicher durchs Leben zu gehen; sie teilen die Arbeit untereinander auf, teilen auch alles andere miteinander. Edward O. Wilson, einer der besten Ameisenversteher, sagte einmal, Karl Marx habe doch recht gehabt, der Sozialismus in seiner Reinform funktioniere. Nur eben nicht bei der menschlichen Spezies. Lediglich drei bis fünf Prozent aller Lebewesen haben im Laufe der Evolution die Entwicklung von Einzelgängern zum Leben in Gemeinschaft gemeistert. Neben Bienen und Menschen auch die Ameise. Und alle drei dominieren, zumindest mengenmässig, die Tierwelt auf allen Kontinenten. Die Ameise ist Teil der Masse. Ein Glied im Körper, ein Organ im Organismus. Sie ist kein Individuum, sie hat keine eigenständigen Wünsche, Hoffnungen und Gedanken. Sie hat überhaupt keine Wünsche, Hoffnungen und Gedanken. Denn sie besitzt zwar ein Bewusstsein, aber kein Selbstbewusstsein, einen eigenen Kopf, aber kein Ego. Besässe sie eines, dann würden Ameisen nicht mehr so reibungslos kooperieren. So wie es auch die Bienen miteinander tun. Und so, wie es die Menschen nicht miteinander tun. Eine für alle, alle für alle, ist die Ameisendevise.

Ein eigener Charakter

Und doch ist nicht eine wie die andere. Die Ameise, um die es hier geht, unterscheidet sich von ihren Schwestern  wie ein Mensch sich von seinen Mitmenschen unterscheidet. Die einen haben breitere, die anderen schwächere Kieferknochen, manche sind grösser, andere kleiner, die verkümmerten Eierstöcke der Weibchen sind unterschiedlich ausgebildet, die wenigen Männchen tragen Flügel. Ameisen haben auch verschiedene Charaktere. Manche folgen immer einer Spur, andere sind anarchischer und suchen sich lieber ihren eigenen Weg. Die eine greift sofort an, eine andere hält sich erst noch ein wenig zurück. Die Ameise hat kein Ich, aber sie hat ihre Eigenheiten, ihren Charakter. So wie Larissa, die gerade auf den Hauptduftweg zurückgekehrt ist und mit den anderen zweispurig und im Rechtsverkehr über die Terrasse des Ferienhauses läuft.

Carla kommt ihr da bereits näher. Sie fliegt auf geradem Weg in östlicher Richtung den schroffen Hang vor der Steilküste hinunter. Sie fliegt recht konstant mit neun Stundenkilometern vier Meter über dem Boden und in direkter Linie. Sie erinnert sich an Wegmarken: den grossen Felsen, den Feigenbaum, die asphaltierte Strasse. Sie erinnert sich auch an die Düfte, aber beides braucht sie gar nicht, denn ihr Autopilot steuert sie direkt dorthin, wo sie tags zuvor war: zu einem Petunienbaum in voller Blüte, ungefähr einen Kilometer (15-mal Schwänzeln) vom Stock entfernt. Fünf Meter dahinter beginnt das Nirwana: die See. Dort sind keine Düfte, keine Wegmarken, keine Blüten. Für Menschen liegt da ein diamantblaues Meer, in dem sie tagsüber schnorcheln und Oktopusse auf dem Grund bestaunen, die sie dann abends in der Taverne essen. Für die Biene aber ist da – nichts. Das Wasser ist so duft- und nahrungs- und reizlos, dass es für die Biene gar nicht existiert. Wofür sie sich nicht interessiert, das gibt es auch nicht. Wie den Tod. Doch beide sind nah.

Im 18. Jahrhundert stellte der irische Philosoph und Bischof George Berkeley eine berühmte These auf. In seinem «Treatise Concerning the Principles of Human Understanding» behauptete er, die Existenz der äusseren Welt – der Gegenstände und ihrer Materie – lasse sich schlechterdings nicht beweisen. Alles, was man über sie sagen könne, beschränke sich auf die Feststellung, dass die Dinge nur insofern auf der Welt sind, als sie wahrgenommen werden. Esse est percipi, schrieb er: Sein heisst wahrgenommen werden. Ob der Lammbraten zu Ostern auch dann noch im Ofen brutzelt, wenn der Koch den Raum verlassen hat, könne man nicht wissen. Vielleicht gibt es dann den Lammbraten gar nicht, oder es ist ein Ochsenbraten oder eine Linzer Torte. Man kann es nicht sagen. Ausser man sieht wieder nach, aber dann schaut ja wieder eine Person darauf und konstituiert den Lammbraten als solchen, weil er angesehen und gerochen wird. Man landet also, will man die Existenz des Bratens beweisen, in einem logischen Regress, einem Begründungszirkel. Dem unendlichen Schwänzeltanz der Logik.

Die Biene ist eine fliegende Bestätigung für Berkeley, weil es das Meer für sie schlichtweg nicht gibt. Andere Dinge, Blumen, Felsen, Bäume und die Sonne am Himmel nimmt die Biene dagegen wahr, sie existieren also für sie. Allerdings nicht genauso wie etwa für einen Menschen. Die Sonne zum Beispiel ist für die Biene grün, eine Orange violett, eine Mohnblume türkis und die Blütenblätter eines Gänseblümchens rot. Dass die Biene die Dinge anders wahrnimmt, dass sie also anderes wahrnimmt, liegt aber nicht an den Dingen selbst, sondern am Wahrnehmungsapparat, der einem Lebewesen zur Verfügung steht. Im Fall der Biene sind das in Bezug auf das Sehvermögen Facettenaugen. Facettenaugen haben keine Linsen, denn sie müssen nicht scharf stellen. Was ihnen an Technik fehlt, machen sie durch Menge wett. Aus 3500 Einzelaugen besteht das Bienenauge, und in jedem einzelnen Auge sitzen Hunderte Rezeptoren. Bienen sehen damit einerseits viel mehr, nämlich alles in einem Radius von 270 Grad, andererseits aber auch viel weniger als ein Mensch, weil die Gegenstände erst in grosser Nähe scharf gestellt sind. Einen Menschen zum Beispiel könnte Carla in seiner körperlichen Gänze gar nicht auf einmal und scharf erfassen. Und darum existieren für sie auch weder Menschen noch menschliche Individuen. Ähnlich wie für Menschen Bienen nichts als kleine gelbe Punkte sind, stellen Menschen für Bienen nur grosse graue Brocken dar.

Sex und Völlerei

Über alles Graue, und das ist das meiste, fliegt Carla auf ihrem Weg vom Stock den Berg hinab achtlos hinweg. Sie nimmt es zwar wahr, aber es ist eben nur grau. Hier und da leuchten schwach ein paar Farbpunkte auf, die rötlichen Blätter der Feigenbäume, die lila Arme der Kakteen, ein grünes Polizeiauto, das die Strasse den Hang hinabfährt. Und schliesslich hat sie ihr Ziel erreicht: einen Busch mit orangefarbenen (für Carla: dunkelvioletten) Blüten, der sich an der Aussenmauer des Ferienhauses emporrankt. Dreissig, vierzig Bienen sind bereits bei der Arbeit, steuern eine Blüte nach der anderen an, saugen den Nektar auf, der sie angelockt hat, werden mit Pollen bestäubt und befruchten damit die nächste Blüte, die sie anfliegen, in einem schweisstreibenden Doppelakt von Sex und Völlerei. Rund zehn Minuten bleibt Carla bei dem Busch, dann ist ihr Magen voll, und sie kehrt zum Stock zurück, wo sie den Nektar und die Pollen abgibt, sich kurz ausruht und dann wieder zurückfliegt. Es ist früher Nachmittag. Die Sonne brennt vom Himmel, und auch die Wände des Hauses haben sich mit Hitze aufgeladen. Die Arbeit an den Blüten wird zunehmend beschwerlich. Für sie jedoch mehr als für die anderen. Merkt Carla, dass mit ihr etwas nicht stimmt?

Auch die Ameisen, die nur drei Meter entfernt von dem Busch über die heissen Terrassensteine marschieren, spüren die Belastung. Sie laufen schneller als noch am Morgen, um nicht so lange der direkten Sonne ausgesetzt zu sein. Aber wie die Bienen, die auf der anderen Seite der Terrasse an der Arbeit sind, würden die Ameisen deswegen ihre Beschäftigung nie ruhen lassen. Im Leben der Insekten gibt es keine Freizeit, keine Ferien, keine Wahl. Es gibt nur zwei Modi des Seins: die Arbeit und den Tod.

Der Tod löst Reflexe aus, bei Tieren wie bei Menschen. Beide spüren, wenn er nah ist. Der Mensch bekommt Angst, klammert sich ans Leben, an seine Freunde und Familie. Tiere suchen die Einsamkeit. Carla hat ihr Leben in der Familie verbracht. Seit sie im vergangenen Herbst aus einem der 1500 Eier schlüpfte, die ihre Königinmutter täglich legt, war nie eine ihrer Schwester mehr als ein paar Meter von ihr entfernt, und auch das nur im Flug. Im Innern des Stocks hat sie sich mit ihnen auf engstem Raum gedrängt, die Königin geschützt in ihrer  Mitte. Wochen-, monatelang hingen sie im Winter engstens umklammert aneinander, die Flügel in konstanter Vibration, um die Betriebswärme gegen die kalten Aussentemperaturen zu halten. Sie waren, obwohl Zehntausende, wie ein Körper. Wenn der Kohlendioxidgehalt im Stock zu gross wurde, atmeten sie flacher, man hat das Kolonieatmung genannt. Und drohte auch nur eine von ihnen an einem Infekt zu erkranken, bekam nicht nur diese, sondern die ganze Kolonie Fieber, um den Erreger zu töten. Die Schwestern wärmten Carla und sie die Schwestern; sie nährten, sie beschützten einander. Doch dann, nach Monaten der Gemeinsamkeit, hat Carla plötzlich den Impuls, den Busch und die anderen Arbeiterinnen zu verlassen. Sie kehrt auch nicht zum Stock zurück, sondern fliegt in entgegengesetzte Richtung.

Ein stiller Ort zum Sterben

Der Impuls, die Familie zu verlassen, ist ein Instinkt. Er dient der Allgemeinheit. Würden die anderen eine tote Schwester sehen, wäre das für sie ein Signal der Gefahr. Tod ist in der Kolonie, deren Zweck auf das Überleben gerichtet ist, nicht vorgesehen, ein Störfall. Auch für Ameisen. Diese haben sogar eine Sondereinheit von Arbeiterinnen, die tote Schwestern diskret aus dem Bau befördern und möglichst weit entfernt von diesem bestatten. Ausserhalb des Baus oder der Kolonie aber suchen sich Insekten von selbst einen stillen Ort, an dem sie verenden können, ohne die anderen zu verstören. Doch weit kommt Carla nicht.

Nach wenigen Flügelschlägen fliegt sie einen Kreisel, verliert dabei dramatisch an Höhe und setzt nach einem Sturzflug aus einem halben Meter Höhe abrupt auf dem Boden auf. Carla ist etwa in der Mitte der Terrasse gelandet, zwischen dem Blütenbusch und der Ameisenstrasse, im Schatten eines Feigenbaums. Sie schleppt sich ein paar Schritte vorwärts, dreht sich, kippt und rappelt sich wieder auf. Hätte sie einen Willen, man würde vermuten, sie wolle nicht sterben. Und sie stirbt auch nicht. Noch nicht.

Nur zwei Menschenschritte, aber einen zweiminütigen Ameisenfussmarsch von Carla entfernt, ist Larissa auf einen Zuckerkrümel gestossen. Denn auf der Terrasse des Ferienhauses, auf der die Ameise herumläuft, sitzt ein Tourist, der regelmässig in die Küche läuft, um sich dort Cappuccino zu machen, in den er dann, zu seinem Liegestuhl zurückgekehrt, Zucker streut. Dabei stellt er sich so ungeschickt an, dass jedes Mal eine Ladung danebengeht. Zucker ist reine Energie, er gibt Ameisen die Kraft, um Brocken zu tragen, die bis zu 200-mal so schwer sind wie sie selbst. Larissa lädt sich den Krümel auf, kommt aber nur drei Schritte weit, bevor er wieder herunterpurzelt. Also versucht sie es anders, greift mit ihren Mandibeln in den Kristall und zieht mit aller Kraft. Es geht schwer auf diese Weise, aber schon kommt eine weitere Ameise hinzu und zieht ebenfalls. Dann eine dritte. Und von hinten wird geschoben. Eine einzelne Ameise kann unglaubliche Hindernisse überwinden. Alle Ameisen eines Stammes vereint sind unbezwingbar. Die eineinhalb Meter bis zum Eingang des Baus schaffen sie spielend. Das heisst, Larissa schiebt gar nicht bis zum Schluss. Denn zwischenzeitlich krabbeln so viele ihrer Schwestern um und über den Krümel, dass etwas anderes Larissas Interesse wecken kann.

Aber was? Erneut verlässt sie die breite Ameisenstrasse, die Nahrungsautobahn. Larissa ignoriert den Mainstream. Sie läuft weg von ihren Artgenossen, entfernt sich immer weiter, krabbelt zwei Zentimeter nach links, dann wieder geradeaus, rechts, dreht eine kleine Runde, steuert aber bei allen Umwegen zielstrebig in Richtung Terrassenmitte. Weiter hinten summt schon der Busch mit den schwer beschäftigten Bienen. Und Carla ist nicht mehr weit. Je näher Larissa ihr kommt, desto direkter geht sie auf sie zu. Kurz vor ihr aber stoppt sie. Denn das Tier, das sie jetzt deutlich riecht, bewegt sich noch. Larissas Augen sind wie die der meisten Ameisen schwach entwickelt, sie kann damit nur Unterschiede in der Helligkeit feststellen, doch auch  ob sich ein Gegenstand bewegt. Und dieser Gegenstand bewegt sich. Taumelnd zwar und schwach, aber er ist offensichtlich lebendig. Larissa läuft in einem Halbkreis darum herum, bleibt wieder stehen, läuft wieder zurück. Sie hat jetzt zwei Möglichkeiten: angreifen oder abwarten.

Attacke wäre eine schlechte Wahl, denn das Tier vor ihr ist grösser als sie, und ihre Kiefer sind zu schwach, um es mit ihm aufzunehmen. Nicht, dass Larissa den Kampf fürchten würde. Aber die Nahrung für den Stamm darf sie nicht entwischen lassen. Wenn sie aber zu lange abwartet, könnte das Tier verschwinden. Was soll sie tun?

Da wittert Larissa mit ihren Fühlern noch einen anderen Geruch. Das Tier vor ihr sendet ein Signal aus, das immer stärker wird und schliesslich so stark ist, dass Larissa Gewissheit hat: Es ist der Geruch des Todes.

Wenn eine Biene stirbt, erschlafft die Muskulatur. Die Beine knicken ein, die Antennen fahren herunter, der Kopf sinkt herab. Und der Mund, der Rüssel fährt aus. Heraus fliesst, was die Biene zuletzt ass, also Nektar. Nektar ist süss. Möglich, dass Larissa das gerochen hat. Der Geruch von Zucker könnte sie auf diese Fährte gelockt haben, vielleicht aber auch nur der Zufall. Doch mit dem Verfall Carlas versiegen auch die Drüsen, aus denen die Düfte strömen, durch die sie mit ihren Artgenossen kommuniziert. Larissa bemerkt das sofort, kehrt auf direktem Weg zurück zur Ameisenstrasse und hinterlässt dabei eine starke Duftspur, damit ihre Schwestern, die sie zu Hilfe ruft, den Weg zur Beute leicht finden. Das tun sie auch – eine nach der anderen, erst zehn, dann zwanzig und immer mehr. Manche der Ameisen wagen sich vor und berühren Carla kurz mit ihren Antennen, die meisten jedoch sammeln sich in respektvollem Abstand, wie das Publikum einer Freilichtbühne, und verfolgen mit emporgerichteten Fühlern das Schauspiel eines Lebens, das zu Ende geht.

Süsser Mutterduft

Carla ist bereits ganz zusammengesunken. Ihr Abdomen zuckt noch in unregelmässigen Abständen, ab und an versucht sie, einen Flügel zu heben, oder zieht mit schwindender Kraft ihre Antenne über den Boden. Die Farben vor ihren Augen verblassen, verschwinden. Die Welt wird dunkel, und schliesslich werden auch die Gerüche schwächer, die sie durch ihr Leben geleitet haben: der Duft der Blüten und Bäume, die Sekrete der Mücken, der Hummeln, auch der Ameisen, deren Nähe sie mit letzter Kraft bemerkt. Nie wieder wird sie das süsse Pheromon der Königin riechen, den Kitt ihrer Bienenfamilie. Seit dem Moment, da sie aus der Larve schlüpfte, hat der betörende Geruch ihrer Mutter sie begleitet und geleitet, hat sie täglich zum Stock zurückgeführt und ihr verzichtvolles Leben versüsst. Das mächtige Mutterparfum hat sie beruhigt und gehorsam gemacht und lässt sie nun in Unschuld sterben. Denn dieser Duft war es auch, der das Wachstum ihrer Geschlechtsorgane hemmte und den biologischen Sinn alles Lebens, die Reproduktion, der Königin überliess.

Doch all das wird es gleich nicht mehr geben. Die ganze Welt hört auf zu existieren, denn Carla nimmt sie nicht mehr wahr. Und dadurch hört auch sie selbst auf zu sein.

Die Schar der Ameisen ist inzwischen immer grösser geworden. Ein vielbeiniges Massenpublikum steht vor der sterbenden Biene, und immer mutiger werden die Vorstösse auf das verendende Tier. Doch obwohl es ihnen ein Leichtes wäre, die Biene gemeinsam zu überwältigen, warten sie doch ab, bis sie ganz still geworden ist und sich überhaupt nicht mehr rührt. Und auch dann machen sich die Ameisen ruhig und ohne Hektik ans Werk, die tote Biene abzutransportieren. Langsam geht es voran auf dem Terrassenboden. Die schwer schleppenden Ameisen müssen Nadeln und Blättern ausweichen, der leichte Wind, der den frühen Abend ankündigt, weht die Fracht immer wieder von den Schultern herunter. Zwei Meter sind es vielleicht bis zum Eingang in den Ameisenbau, nach einer Viertelstunde hat die lange Kolonne die Hälfte geschafft. Für die kleinen Tiere ist es das Ende einer erfolgreichen Suche nach Beute. Einem Menschen jedoch, der nicht anders kann, als immer alles auf sich selbst zu beziehen, bietet sich ein erhabener Anblick einer langen, schwarzen Prozession, die einer kleinen, unbedeutenden Biene einen überwältigenden Trauermarsch beschert. Kaum ein Mensch wird jemals so würdig zu Grabe getragen, wie es nun mit Carla geschieht, einem namenlosen Tier, das in seinem Leben nie etwas anderes tat als alle anderen.

Auch Larissa ist längst wieder in der Masse untergegangen. Vielleicht trägt sie Carla ein Stück weit mit. Vielleicht hat sie die Ameisenautobahn auch schon wieder verlassen und sucht sich ihre eigenen Wege. Niemand weiss, dass sie es war, die der Kolonie den grossen Fang beschert hat – die anderen Arbeiterinnen nicht, die Königin nicht, und auch Larissa selbst hat keine spezifische Erinnerung an ihre Leistung und keinen Lohn davon als den Umstand, dass sie mit allen Schwestern davon profitiert, wenn eine von ihnen sich hervortut. Vielleicht läuft Larissa aber auch vor dem Eingang zum Bau auf und ab, wo eine Legion von Ameisen versucht, Carla in das kleine Loch zu hieven, das eine Handbreit über dem Boden in einer Ritze zwischen zwei Steinen in den unterirdischen Bau führt. Zehnmal, vielleicht auch zwanzigmal haben sie es schon versucht. Jedes Mal stürzte die kostbare Fracht kurz vor dem Ziel zu Boden. Als die Sonne untergegangen war, hatten sie es noch immer nicht geschafft. Aber Larissa und ihre Schwestern machen einfach immer weiter.

Ein Spektakel für den Zuschauer

Am nächsten Morgen ist Carla verschwunden. Die Bienen summen am Blütenbusch, die Ameisen laufen ihre Ameisenstrasse entlang, das Meer schwappt ans Ufer, am Meeresgrund krabbelt ein Oktopus, und gleichgültig scheint die Sonne auf alles herunter. Das Drama hat keine Spur hinterlassen. Ausser im Kopf eines Menschen, der, erst einen Cappuccino, dann ein Glas Rosé in der Hand, von seinem Liegestuhl aus das Spektakel verfolgte. Larissa mag es ganz anders wahrgenommen haben und hat es sowieso schon vergessen, Carla war längst im Nirwana. Was passierte, geschah nur für den Betrachter. Die Leben Larissas und Carlas, ihren Todeskampf und die Trauerprozession gab es überhaupt nur für den, der zusah. Hätte er nicht zufällig dort gesessen und geschaut – es wäre überhaupt nichts passiert.

Dieser Text beruht nur zum Teil auf Beobachtungen in freier Wildbahn. Die Beschreibung des Tagesablaufs von Biene und Ameise in Stock und Nest sowie der neuronalen und verhaltenspsychologischen Prozesse liegt jenseits journalistischer Beobachtbarkeit. Die modellhafte Rekonstruktion des Unsichtbaren ist das Verdienst einer Reihe von Spitzenforschern ihres Fachs, die dem Autor geduldig und detail-reich vom Wesen, vom Leben und Sterben der beiden Insekten erzählten. Besonderer Dank geht an Randolf Menzel, mehrfach preisgekrönter Bienenforscher und Professor für Neurobiologie an der Freien Universität Berlin; an Consuelo de Moraes, Professorin für Biokommunikation an der ETH Zürich; und an Laurent Keller, Ameisen-Experte und Leiter des Departments für Umweltökologie sowie seine Mitarbeiterinnen Cléo Bertelsmeier und Nathalie Stroeymeyt von der Universität Lausanne.