Leserbriefe


Kim Kardashians Gesäss

Ein Kommentar von Nina Kunz

Das Magazin N°25 – 24. Juni 2017

Ein sehr guter Artikel, der leider einseitig gelagert ist. Die Autorin spricht von «Frauen als Sexobjekt», wenn es sich mindestens in diesem Fall um eine «Frau als Sexsubjekt» handelt. Was auch immer sie dazu bewegt hat, entscheidet Kim selbst, was da so in Magazinen und auf dem Bildschirm von ihr gezeigt wird. Dabei macht sie auch einen Haufen Geld. Hirnmasse braucht es dazu nicht unbedingt viel. Es reicht «street smart» und zur rechten Zeit am richtigen Ort zu sein, et voilà. Da heute jeder Teenager, ja sogar Primarschüler schon ein Smartphone hat, wissen alle, was, wo, wie und von wem läuft. Kim Kardashian als die grösste Ikone unserer Zeit zu bezeichnen, schmeichelt Ihnen in keinster Weise. Da steht sogar Angela Merkel noch vor ihr, von Roger Federer ganz zu schweigen. Aufdecken von Missständen hilft der Sache in allen Bereichen, nicht nur in der Körperkultur oder -unkultur. Da bin ich mit der Autorin einig. Generell bin ich es aber leid, immer wieder von der «benachteiligten Frau» zu hören, wenn man in Betracht zieht, dass die Frauen auf unserem Planeten die Mehrheit der Bevölkerung innehaben. Sie brauchten nur zusammenzuhalten – und voilà, wir Männer wären überall ausgehebelt. Genau da aber liegt der Hase im Pfeffer: Sobald eine Gruppe Frauen zusammenkommt, fängt das grosse Konkurrenzdenken, sprich Eifersucht, schon an. Das jedenfalls entspricht meinen Beobachtungen auf drei Kontinenten während bis jetzt 40 Jahren.

Mark Gasche