Leserbriefe


Tun Sie was!

Von Mathias Plüss

Das Magazin N°13 – 30. März 2019

Guten Tag

Hier schreibe ich einen Leserbrief zum super guten Artikel „Tun Sie was“,  den Sie hoffentlich veröffentlichen. Viel lieber wäre mir aber, wenn im Magi ein gut recherchierter Artikel zu diesem Thema so bald als möglich erscheinen würde!!!

Wir müssen bald das Richtige tun, um das Klima zu schützen

Die Anregungen von Mathias Plüss im „Magazin“ Nr. 13 sind alle sehr wichtig, und würden sie von allen EinwohnerInnen in der Schweiz umgesetzt, dann würde endlich wirklich eine Veränderung in unserem Land eintreten. Allerdings stelle ich fest, dass Mathias Plüss die grösste Stellschraube, die uns Erwachsenen zur Verfügung steht, mit keinem Wort erwähnt wurde. Sieht er die Zusammenhänge nicht, oder hat das „Magi“ etwa Angst?

Die grösste Frage lautet: Wie habe ich mein Vermögen angelegt, und wo arbeitet mein Geld gegen meine Interessen und da meiner Kinder? Wir können noch so lange ökologisch putzen und waschen, wohnen, bio essen und auto- und plastikfrei leben: Solange ich gleichzeitig den Fondsmanager meiner Bank mein Geld mit 4, 5,  9  Prozent oder höherer Rendite anlegen lasse, will ich davon profitieren, dass der Wert meiner Aktien und damit mein Gewinn weitersteigt, auch wenn ich lieber nicht genau wissen möchte, wie der das hinkriegt. Nehmen tue ich das Geld nämlich gern!

Aber damit zwinge ich als Aktionärin diese Unternehmen dazu, weiterhin ihre üblen Geschäftspraktiken zu steigern, um diesen Planeten weiter zu plündern und

  • mit meinem Geld weiterhin weltweit Erdöl und Kohle zu fördern und zu fracken, und damit gratis diese riesige Umweltverschmutzung und irreparable Umweltverschmutzungen zu veranstalten,
  • die Belegschaft in Europa immer weiter zu reduzieren, Massenentlassungen durchzuführen, um Menschenarbeit durch intelligente Systeme ersetzen,
  • Rohstoffe unbegrenzt und unter widrigsten Bedingungen abzubauen, egal was nachher aus den leeren Minen und den Menschen in den Ländern des Südens wird,
  • ich unterstütze Coca-Cola und Nestlé und Co, die weltweit und konsequent die grössten Trinkwasserquellen aufkaufen,

Konkret: Wer will, dass sich diese Welt nicht weiter in Richtung Kollaps der Ökosysteme in den Abgrund entwickelt, bis unsere Kinder nicht mehr atmen und das Wasser nicht mehr  trinken können, der überprüfe zuallererst die Wirkung seines Vermögens und ändere diese so rasch als möglich.

Es gibt viele gute Arten, gutes Geld in gute Aktien zu investieren und so in den Wandel und in eine gute Zukunft für unsere Kinder und Kindeskinder rasch und machtvoll und bis 2030 voranzutreiben.

Rebekka Risi, 8057 Zürich