Leserbriefe


Die Rückkehr des perfekt gekochten Reiskorns

Eine Kolumne von Christian Seiler

Das Magazin N°47 – 24. November 2018

Ich schicke voraus, das ich kein Weltverbesserer bin, weder arm noch links, aber was Seiler hier bietet, das muss zur sozialen Unruhe massiv beigetragen haben.
Natürlich verlasse ich mich nicht nur auf mein Empfinden und versandte diesen Artikel zum Lesen, nicht zur Beurteilung. Was für eine Reaktion  kam, möchte ich nur kurz nachfolgend zusammenfassen.

Man stösst sich, dass in einem Magazin des TA eine dekadente Art zu  geniessen zelebriert wird. Dazu kommt der finanzielle Aspekt – so etwas Abgehobenes kann sich kaum jemand leisten, ausser er wird unterstützt. Reis kochen können wir alle ganz gut, insbesondere verglichen mit dem, was  man in Japan oder China bekommt. Beide Staaten haben wir bereist, viel  Reis gegessen, Gutes und Schlechtes und muss mich nur wundern, wie man  auf solche Ode an den Reis kommen kann. In der Schweiz kochen wir Reis, auch zu Hause, mindestens so gut  wie in guten Restaurants im Orient…

Mit japanischen Messern ins Eis zu pickeln ist ein NO GO, wie mir unsere japanischen Nachbarn bestätigten. Das hochvergütete Metall würde durch die Temperatur leiden, ginge ev. gar in die Brüche. Entweder wurde Herr Seiler  angelogen, oder er erfindet…Die Eisteller sind nichts Neues und werden in einer Gummiform hergestellt. Und weiter:  Er schreibt „zwei cl Sake!“  das ist ein weiterer Unsinn. Die kleinsten Fläschchen haben in Japan 20 cl !

Dieser Artikel ist ein Affront an den gesunden Menschenverstand, wie man genüsslich zu dinnierten hat: alleine ? für Geniesser – no go. So viel zu der Empörung, die ich Ihnen und Herrn Seiler vermitteln wollte.

Mit freundlichen Grüssen

Georg W. Pollak, Zürich