Leserbriefe


Die Schweiz der anderen & Editorial Heft N° 11

Von Tuğba Ayaz

Das Magazin N°11 – 14. März 2020

Sehr geehrte Damen und Herren

Zuerst einmal besten Dank, dass Sie sich dieses topaktuellen Themas angenommen haben. Leider zieht das Editorial aus dem Artikel  nur zum Teil die richtigen Schlüsse.

Komplett falsch ist es, aus der Zahl von einem Drittel unserer Wohnbevölkerung mit Migrationswurzeln abzuleiten, dass es sinnlos sei, über In- und Ausländer zu diskutieren. Der Artikel beweist ja gerade das Gegenteil – die beschriebenen jungen Leute sind weder integrationswillig noch -fähig und führen so zu einer konstanten Konfliktebene mit den Bürgern mit Schweizer Pass, die für sich eine Schweizer Identität beanspruchen.

Zusätzlich zu den «DC Boys and Girls» kommen dann noch die Tausende von im Kern wirtschaftsflüchtigen Expats, die in keinster Weise zu einer Verbesserung des Klimas resp. der wirtschaftlichen Leistung der Schweiz führen.

Die korrekte Antwort auf die Schlussfrage im Editorial lautet somit aus meiner Sicht: Die Schweiz ist das im Herzen von Europa gelegene Land, dem es durch eine Kombination von historischer Leistung, Nutzung der klimatischen und geographischen Bedingungen, harte Arbeit und «Glück der Tüchtigen» gelungen ist, eine im Vergleich mit den Nachbarn einzigartige Kultur und individuelle Freiheit zu erreichen und zu bewahren. Die Schweiz ist aber auch das Land, das durch eine komplett verfehlte Migrationspolitik seine Errungenschaften gefährdet hat und weiter gefährdet und dessen PolitikerInnen diese in unglaublicher Weise und grob fahrlässig aufs Spiel setzen. Die Schweiz heisst schon immer jeden integrationswilligen und -fähigen Menschen grundsätzlich willkommen – alle anderen, denen es nicht passt, mögen sich bitte ein anderes Aufenthalts- und Arbeitsgebiet suchen!

Ich schliesse mit dem Dank für die wertvolle Arbeit – das „Magazin“ ist für mich seit Jahren DIE Pflichtlektüre am Wochenende.

Freundliche Grüsse

Hans-Peter Brader, 8106 Adlikon b. Regensdorf