Leserbriefe


Die tragische Sanftmut der Frauen

Von Julia Kohli

Das Magazin N°3 – 18. Januar 2020

Grüezi Frau Kohli

Ein grosses Aufatmen bescherte mir die Lektüre Ihres Beitrags im „Magazin“. Eine Bestätigung eigener Erfahrungen auch. Und einen Schubs dahin, nicht zurückzufallen in die Rolle der Lieben und Netten. Frau muss sich doch immer wieder an der Nase nehmen, wenn sie einfach nicht mehr laut wütend werden will, weil es den anderen Angst machen könnte oder sie unsympathisch, um nicht zu sagen unweiblich wirkt, mit wütender, lauter Stimme. Obwohl ihre Wut meist mehr als berechtigt ist und korrektiv auf Missstände aufmerksam macht. Diese so auch ins Bewusstsein heben kann. Mut also weiter zum Ausdruck unserer Wut.

Meinen Enkelinnen möchte ich durchaus erlauben, wütend zu sein und keine Angst davor zu haben, deswegen nicht mehr geliebt zu werden.

Übrigens: Das Bild, das Ihrem Beitrag vorangeht, hat mich sehr wütend gemacht. Wie kann eine Frau sich als Anwältin von einem solchen Mann anheuern lassen?!

Gemütliches Wochenende wünscht Ihnen mit freundlichen Grüssen

Brigitta Hanselmann, 8424 Embrach