Leserbriefe


Freispruch für Paulus

Eine Kolumne von Niklaus Peter

Das Magazin N°36 – 7. September 2019

paulus verstehe ich vom sieg über den tod her, der überwindung jeder trennung, und von seiner aussage her, unser, auch sein erkennen sei stückwerk. damit ist gesagt, dass worte wie „die ins verderben gehen“ nicht definitiv sind und dass mit dem, was er über den gehorsam gegenüber der obrigkeit sagt, nicht alles gesagt ist über das verhältnis zu ihr.

zwischen jesus und paulus sehe ich keinen widerspruch. so leben, wie jesus es von uns will, können wir nur, soweit wir mit ihm gestorben sind. das könnte ein licht auf die klimaentlastung werfen. in der zukünftigen vollkommenheit, sagt paulus, wird gott alles in allem sein, die vereinigung von allem, liebe. damit gibt er – so verstehe ich es; wie er es selbst verstanden hat, weiss ich nicht – denen recht, die sagen, es gebe nur eines, sich selbst ursprung, ursprung von allem, das als ursprung einer menschlichen person verglichen werden kann, die etwas schafft, als entsprungenes ihrer schöpfung – aber nicht verglichen werden muss. was interessantes aussagt über das verhältnis von theismus und atheismus und ihre streitereien beenden könnte.

 

michael vogt