Leserbriefe


„Hat der Mond auch mal eine schlechte Phase, Professor Moore?“

Von Mikael Krogerus

Das Magazin N°18 – 4. Mai 2019

Bei der Antwort zu Frage 5 wird sich wohl der eine oder andere gefragt haben, warum der Mondstaub „hochgiftig“ sein soll, stammt doch der Mond letztendlich aus dem gleichen Material wie die Erde. Die etwas kurzgefasste Aussage gründet vermutlich unter anderem in einer kürzlich veröffentlichten  interessanten Studie der Stony-Brook-Universität https://news.stonybrook.edu/homespotlight/breathing-lunar-dust-could-pose-health-risk-to-future-astronauts/

Da randomisierte Doppelblindstudien mit Probanden und Mondstaub etwas teuer sind, behalfen sich die Forscher dieser Studie mit einem „Mondstaubgenerikum“ aus irdischem Material. Kurz gefasst bereiten ALLE lungengängigen Partikel einem Menschen Probleme, egal ob es sich um Asbest, Mehlstaub beim Bäcker oder eben Mondstaub handelt. Da der Mond weder Atmosphäre noch Feuchtigkeit bietet, bröseln seine Gesteine besonders fein und scharfkantig. Ist der Staub fein genug um Haut und Schleimhautbarrieren zu durchdringen, kann er auch andere Körpergewebe schädigen. Dies ist auf der Erde wie im All der Fall. Weshalb die Bezeichnung „hochgiftig“ etwas sparsam zu verwenden ist. Unserer Atmosphäre und unserem Wasser sollten wir aber Sorge tragen – denn sie wirken der Entstehung solchen Staubes entgegen.

Jakob Grieder, 4052 Basel