Leserbriefe


Ich bin dann mal veg

Von Christof Gertsch

Das Magazin N°44 – 2. November 2019

Christof Gertschs Beitrag im „Magazin“ verdient ein Lob, weil hier einmal alle Aspekte des Themas beleuchtet wurden!

Seit einiger Zeit läuft  eine beklemmende Kampagne für Veganismus. Fast alle Medien steigen auf diese Botschaft auf. Vor allem bei Anpreisung jeglichen Verzichts auf tierische Produkte sollte man in der Schweiz ein bisschen weiter nachdenken. Was soll mit all unseren Alpenregionen geschehen? Sollen an diesen Hängen einst Blumenkohl und Peperoni wachsen?

Dies ist wegen der meist kargen Bodenstruktur ohnehin kaum möglich. Was sich seit Jahrhunderten in diesen jetzt noch schönen Voralpen bewährt hat, ist, diese mit
Tieren abweiden zu lassen oder zu heuen; da hier am ehesten nur Gras wächst! Und diese Tiere haben hier auch ein gutes Leben! Andere Vorschläge bitte melden, oder es droht die Verbuschung!

Was also machen mit Milch, Fleisch, Leder etc., die daraus anfallen? Hierbei bieten diese Lebensmittel hochwertige Nährstoffe. Da  gewisse Tiere bei ihrer Verdauung Schadstoffe ausstossen, soll um Reduzierung geforscht werden.

Was jedoch an unnötigem Verkehr (1-Person-Autofahrt, Kreuzfahrtboom, Billigangebote weit weg,etc.) bei uns an Einschränkung gefragt wäre, ist jedem selbst überlassen.Ebenso die riesigen Angebote in unseren Läden und die meisten mit Ablaufdatum!- Und wegen Tierfabriken, diese sind eigentlich Tendenzen von uns Konsumenten. Wenn die Preise in unseren Läden höher wären, sodass Produzenten davon leben könnten, ohne vom Staat subventioniert zu werden, würde dies auch vielen Entwicklungsländern helfen.

Daher meine ich, man sollte die jetzige Zeit mit Vernunft und überlegtem Weitsinn prägen und auch über andere Probleme wie Armutsgefälle, Kriege etc.nachdenken!

 Hans Meier, Dübendorf