Leserbriefe


Lieber Glöckner von nebenan

Eine Kolumne von Max Küng

Das Magazin N°3 – 18. Januar 2020

Lieber Herr Küng

Gerne lese ich Ihre Beiträge. Öfters musste ich schon schmunzeln, ja lachen über Ihre witzige Schreibweise – wirklich sehr erheiternd und scharfsinnig.

Ich begrüsse es auch, dass in den Bergdörfer meistens kleine Glocken an die  Präsenz Gott erinnern. Ich versuche eine Antwort auf Ihre Frage – „Wie klein muss ein Gott sein, dass er so grosse Glocken braucht?“ – am Ende Ihres Textes zu geben. Ich meine, es sind doch gerade die mächtigen Glocken (gr. Glocke, Berner Münster 9.5 Tonnen), die auch eine künstlerische Ausdrucksform für die Grösse Gottes sind. Keineswegs hat Gott diese Glocken nötig, sie erinnern uns in einfacher, aber lautstarker Weise an diese für uns unfassbare Grösse Gottes. Die Glocken und ihr Geläut sind nicht für Gott, sie sind für uns Menschen! Es lohnt sich in jedem Fall, wenn das Geläut ertönt, das Herz zu öffnen und über seine Grösse zu sinnieren.

Mit offenen Ohren grüsse ich Sie freundlich

Christoph Vögtlin, 8303 Bassersdorf