Leserbriefe


Warum wir leider Atomkraftwerke brauchen

Von Eduard Kiener

Das Magazin N°20 – 18. Mai 2019

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrter Herr Kiener

Ich habe Ihren Artikel gelesen und bin sehr erstaunt, dass man sich in der heutigen Zeit noch für Kernkraftwerke starkmachen kann, nachdem die Entsorgung seit über 30 Jahren nicht gelöst ist. Alles andere ist besser, als unserer Nachwelt die Entsorgung der Kernenergie zu überlassen. Eine Hypothek, die nicht nur unsere Generation betrifft, sondern die nächste und übernächste Generation.

Zudem ist der Ausstieg aus der Kernenergie absolut möglich   nur wegen ein paar wenigen Politikern, die den Klimawandel immer noch leugnen, ist nicht der eingeschlagene Weg falsch, sondern Ihre Überlegung zu Gaskraftwerken geht hier ebenfalls fehl. Richtig ist, dass die Politik die erneuerbaren Energien in das Auflageverfahren bei neuen Gesuchen einbaut. In der heutigen Zeit ist es jedem Hausbesitzer möglich, die notwendige Energie selber zu erzeugen. Hier muss der Ansatz sein und nicht bei den Gaskraftwerken. Eine weitere falsche Überlegung ist auch, dass der Ausstieg aus der Kernenergie zu weiterem CO2-Ausstoss führt. Das ist gerade nicht der Fall, wenn die Politik endlich die Weichen stellt.

Ich hoffe, dass auch Sie sich mit dem Klimawandel auseinandersetzen, denn dort hat die Uhr schon längst zu ticken begonnen, während Sie immer noch in der Vergangenheit sind. Zum Glück stirbt diese Haltung auch zunehmend aus, wie die vielen Tierarten, die aktuell bedroht sind, wenn wir nicht endlich was unternehmen und unsere Stromversorgung auf neue Pfeiler stellen.

Mit freundlichem Gruss

Albin Marty, 6422 Steinen