Von Das Magazin

Das Magazin N°51/52 – 17. Dezember 2016

21 — Wie bestehe ich die Gymi-Prüfung?

Am einfachsten geht das so: Ich finde heraus, ob ich überhaupt aufs Gymnasium will (und warum). Habe ich die Antwort darauf, folgt alles Weitere von selbst: zum Beispiel die Entscheidung, einen privaten Vorbereitungskurs zu besuchen, am Tablet mit interaktiven Lernmaterialien zu arbeiten oder auf meine in der Schule erworbenen Fähigkeiten zu vertrauen.

All das hängt vom Lerntypus und von der Selbstdisziplin ab. Fehlt mir hingegen die Motivation, lohnt sich der Aufwand nicht, und ich entwickle mich besser in einer Schullaufbahn, die mich nicht mit massivem Druck und der Angst vor dem Scheitern konfrontiert. (Aber vermutlich ist die Gymi-Prüfung ohnehin eine Verlegenheitslösung Erwachsener, die nicht wahrhaben wollen, dass gute Schulen ihre Legitimation aus dem Lernen, nicht aus dem Prüfen beziehen.)

Philippe Wampfler, Gymnasiallehrer, schulesocialmedia.com

22 — Wie spricht man die Sportmarke Nike aus:  «Naiki» oder «Naik»?

Naiki.

Phil Knight, CEO Nike

23 — Was ist ein zuverlässiger Trick, um im Alltag ein kleines Glücksgefühl zu erleben?

Den meisten – nicht allen – Menschen helfen diese drei Tricks: 1. Bewegung: Laufen Sie die Treppe im Büro rauf und runter, springen Sie über eine Parkbank, oder machen Sie zehn Hampelmänner. 2. Hören Sie Ihren Lieblingssong – aber nicht den traurigen, sondern einen aufgeweckten. 3. Klingt blöd, hat aber eine erstaunliche Wirkung: Machen Sie morgens Ihr Bett – kleine, wiederkehrende, produktive Rituale sind enorme Glücksverstärker.

Gretchen Rubin, Bestseller-Autorin («Das Happiness-Projekt»)

24 — Nach welchem Prinzip, falls überhaupt nach einem, machen Tankstellen ihre Preise?

Der Treibstoffpreis ist von verschiedenen Faktoren abhängig: Logistikkosten, Wechselkurse, staatliche Abgaben, Ölpreis. Aber ob der Liter an der Zapfsäule nun 1.37 Franken oder 1.39 Franken kostet, entscheidet sich am regionalen Markt. Das heisst, man schaut, was die anderen machen.

Die Tankstelle bekommt morgens einen Säulenpreis von der Unternehmenszentrale vorgegeben. Dann dreht der Tankstellenchef oder ein Vertrauter eine kleine Runde und notiert die Benzinpreise der direkten Konkurrenten. Diese gibt er im Computer ein, und in der Unternehmenszentrale legt der sogenannte Preissetzer anschliessend den individuell angepassten Säulenpreis fest.

Tankstellen, die nicht zu einer Kette gehören, sondern einen Liefervertrag mit einer Mineralölfirma haben (meistens Garagen mit eigener Tankstelle), erhalten eine Preisempfehlung, die nicht bindend ist, aber auf das Umfeld der Tankstelle ausgerichtet ist.

Wenn ich selber tanke, orientiere ich mich übrigens nie am Preis, sondern immer am Anbieter. Ich tanke nur Markentreibstoff mit Additiven.

Der Antwortgeber (Name der Redaktion bekannt) war 25 Jahre als Territory-Manager in einem der grössten Mineralölkonzerne tätig

25 —  Ab wann darf Ich bei den Nachbarn klingeln, wenn sie laute Musik hören: 22.30? 23.00? Wenn ich ins Bett gehe? Wenn ich zwei Stunden später immer noch nicht schlafe?

Bei den Nachbarn klingeln wegen lauter Musik darf man nie – es sei denn, sie hören die Band «Frei.Wild». Oder sie hören so geiles Zeug, dass man das unbedingt shazamen muss. Dafür läuft man einfach, ohne zu klingeln, beim Nachbarn rein und hält das Smartphone vor die Box.

Jan Delay, deutscher Rapper

26— Warum gibt es eigentlich keinen Herzkrebs?

Leider gibt es Herzkrebs! Er ist aber zum Glück sehr selten. Je stärker sich Gewebe ständig neu regenerieren, desto höher ist grundsätzlich das Risiko für Krebs (Haut, Darmschleimhaut, Bronchialschleimhaut, Knochenmark etc.). Das Herzgewebe regeneriert sich sehr langsam (weshalb bei einem Infarkt abgestorbenes Gewebe auch nicht mehr durch Muskelgewebe, sondern durch Narbengewebe ersetzt wird).

Matthias Greutmann, Kardiologe, Universitätsspital Zürich

27 — Angenommen, ich bin auf der «Most Wanted»-Liste des FBI gelandet – wie komme ich da wieder runter?

Indem der US-Präsident Sie begnadigt, zum Beispiel. Aber wie schafft man das? «Durch Geld», behaupteten erbitterte Gegner von Hillary Clinton und halfen so mit, vor den Wahlen deren Glaubwürdigkeit anzukratzen.

Hintergrund: Ihr Ehemann Bill begnadigte 2001 Marc Rich, der jahrzehntelang auf der «Most Wanted»-Liste des FBI stand. Der umtriebige Rohstoffhändler hatte sich 1983 in die Schweiz abgesetzt, um einem Prozess wegen Steuerdelikten und «Handels mit dem Feind» zu entgehen. Der Gnadenakt geriet zum Politskandal, als bekannt wurde, dass Richs Ex-Frau Denise eine grosszügige Spenderin der Clintons war. «Marc Rich», schrieb die «New York Times» unverblümt, «kaufte sich die Begnadigung.»

Die Wahrheit ist spektakulärer: Politische Schwergewichte aus Israel setzten sich persönlich bei Präsident Clinton für Richs Begnadigung ein; Friedensnobelpreisträger Shimon Peres etwa oder Ehud Barak. So dankten sie es dem «King of Oil», dass er dem jüdischen Staat auch in schwierigsten Zeiten Erdöl vom Erzfeind Iran geliefert und dem Geheimdienst Mossad diskrete Dienste geleistet hatte.

Sollten Sie also je in eine ähnliche Situation geraten, dann denken Sie an das Credo von Frank Underwood, dem machiavellistischen Präsidenten aus der Politserie «House of Cards»: Einfluss ist wichtiger als Geld.

Daniel Ammann, Autor der Marc-Rich-Biografie «King of Oil»

28 — Wie gelingen mir beim Schiefern möglichst viele Hüpfer?

Erstens: der Stein. Je glatter seine Oberfläche, desto besser. Und je gewölbter seine Form, desto schlechter. Er sollte 0,5 bis 1 Zentimeter dick sein, und sein Durchmesser sollte 6 bis 7 Zentimeter betragen. Zweitens: die Wurftechnik. Es geht darum, mit dem Arm einen Peitschenschlag nachzuahmen – als wäre der ganze Arm eine Peitsche. Und wenn man den Stein loslässt, sollte er etwa in einem 20-Grad-Winkel nach oben geneigt sein. Gleichzeitig muss man darauf achten, dass ihn seine Flugbahn nicht zu hoch in die Luft trägt – sonst kippt er irgendwann zur Seite, und wenn er aufs Wasser trifft, geht er unter. Man muss den Stein so werfen, dass er in eine Rotation übergeht, sobald er die Hand verlassen hat, und dass er möglichst flach aufs Wasser trifft.

Um möglichst viele Hüpfer hinzukriegen, sollte der Stein bei nicht allzu hoher Geschwindigkeit möglichst früh aufs Wasser treffen. Das Wasser nivelliert den Stein, und er geht von einer hüpfenden in eine rutschende Bewegung über. Das ist der Zustand, den man «Schiefern» nennt: wenn der Stein wie ein Schnellboot übers Wasser fliegt und man von blossem Auge gar nicht mehr erkennt, ob er noch hüpft oder schon permanent das Wasser berührt.

Peter Luginbühl, Schweizer Meister im Steineschiefern

29 — Wie spreche ich eine Person korrekt an, die trans ist?

Transfrauen spricht man mit «Frau» an, Transmänner mit «Herr», Transmenschen, die sich nicht als «Frau» oder «Mann» identifizieren, sogenannte Nicht-Binäre, sagen zumeist beim Vorstellen, wie sie angesprochen werden möchten. Übliche Varianten sind «Miko Müller» statt «Frau Müller» oder «Miko» statt «er» oder «sie». (Nicht-binäre Menschen haben oft geschlechtsneutrale Vornamen.) Falls Sie unsicher sind, können Sie auf neutrale Anreden ausweichen: «Guten Tag», «Hallo», «Schön, dich kennenzulernen». Wenn Sie trans-inklusiv sein wollen, verwenden Sie keine gegenderten Anreden (nicht: «Sehr geehrte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter», sondern: «Sehr geehrte Anwesende»). Neutral sind auch «Publikum», «Kollegium» und Konstruktionen mit dem Gendergap («Mitarbeiter_innen») oder dem Genderstern («Mitarbeiter*innen»). Gesprochen wird diese Genderform übrigens, indem das «innen» neu angesetzt wird (als wäre es das Gegenteil von «Mitarbeiter aussen»).

Hannes Rudolph ist Psychologe und leitet die Fachstelle für Transmenschen in Zürich. Er ist Gründungsmitglied von Transgender Network Switzerland (tgns.ch)

30 — Ist die direkte Demokratie wirklich die beste Staatsform?

Zunächst mal:  Die direkte Demokratie ist keine Staatsform, sondern ein Regierungssystem.

Ob sie das beste Regierungssystem ist? Mal ja, mal nein. Die Schweiz ist das Land mit den stärksten direktdemokratischen Institutionen und lebt gut damit. Kalifornien ist das Staatswesen mit den zweitstärksten plebis-zi-tären Mitbestimmungsmöglichkeiten (sie betreffen nur Kaliforniens Gesetzgebung, nicht aber US-Bundesgesetze), und das Ergebnis ist desaströs. Der Unterschied zwischen der kalifornischen und der helvetischen Direktdemokratie besteht vor allem darin, dass im Schweizer System alles darauf angelegt ist, den repräsentativen Institutionen – also Parlament und Regierung – grossen Einfluss auf die plebiszitären Entscheidungsprozesse zu garantieren. Ein beliebiges Komitee kann eine Ini-tia-tive lancieren – aber Parlament und Regierung dürfen einen Gegenvorschlag machen. Das Volk kann direkt einen Verfassungsartikel beschliessen – aber die Umsetzungsgesetzgebung ist in den Händen der Legislative. In Kalifornien hingegen ist das System so eingerichtet, dass der Politikbetrieb auf den direktdemokratischen Gesetzgebungsprozess möglichst wenig Einfluss hat.

Ob die Schweiz weniger Erfolg hätte, wenn sie keine direkte, sondern eine repräsentative Demokratie wäre, können wir nicht wissen. Doch ein wissenschaftlich erwiesener positiver Effekt der direkten Mitbestimmung ist die Tatsache, dass sie das Vertrauen fördert und die Bürger zufriedener macht. Wer mitreden kann, lebt besser mit getroffenen Entscheidungen. Das Initiativrecht verhindert auch, dass der Politikbetrieb unbequeme Themen, die breite Bevölkerungskreise beschäftigen, ganz einfach verdrängen kann.

Doch hat die direkte Demokratie auch problematische Seiten: Sie führt zu permanentem Wahlkampf, weil alle drei Monate Abstimmungen anstehen. Die Parteien nutzen Initiativen immer mehr als blosse Mobilisierungsvehikel. Zudem gibt die direkte Demokratie weniger den Bürgern als vielmehr gut organisierten Interessengruppen sehr viel Macht. Direktdemokratie ist Verbandsdemokratie. In den letzten 25 Jahren hat sich die Praxis der Direkt-demokratie in der Schweiz extrem dynamisch verändert. Ob sie auch in Zukunft erfolgreich ist, bleibt daher offen.

Daniel Binswanger, Redaktor bei «Das Magazin»

31 — Was soll ich an der Bar bestellen?

Ich halte es in der Tat für wichtig, dass man weiss, was man bestellen will, bevor der Barkeeper einen fragt. Ich bestelle grundsätzlich in einer Bar immer einen Dry Martini. Wenn ich an den Qualitäten des Barkeepers zweifle, bestelle ich einen grossen Gin und einen kleinen Vermouth, tauche meinen Finger in den Vermouth und rühre damit den Gin um.

Kingsley Amis, britischer Schriftsteller, in: «Everyday Drinking»

32 — Wie muss ich mich vor Gericht verhalten, um eine möglichst geringe Strafe zu bekommen?

Über allem steht die Frage: Soll ich bestreiten oder nicht? Wenn die Beweislage erdrückend ist, ist das Abstreiten eher ungünstig. Es nervt die Richter. Wenn Sie trotzdem abstreiten wollen, tun Sies, aber nicht zu abenteuerlich! Generell gilt: Reden Sie nicht zu lang. Bleiben Sie beim Thema. Die Aussageverweigerung hingegen ist auch anstrengend. Natürlich ist es Ihr Recht, zu allem zu schweigen, und dieses Recht anerkennen Richter auch – trotzdem wirkt die Verweigerung ungünstig, weil sie den Prozess erschwert.

Ferner sollten Sie sich so natürlich wie nur möglich geben. Aufgesetztes Verhalten wird schnell durchschaut, arrogantes Auftreten nicht goutiert. Ihr Ziel muss sein, dass Ihr Motiv und Ihre Haltung zum Delikt für das Gericht nachvollziehbar wird. Am wichtigsten erscheint mir aber Ihre Haltung gegenüber dem Opfer: Entschuldigen Sie sich beim Opfer, nehmen Sie Kontakt auf. Zeigen Sie Reue, das wirkt sich positiv aus auf die Strafzumessung. Umgekehrt machen Sie sich unbeliebt, wenn Sie versuchen, jemand anderem die Schuld in die Schuhe zu schieben.

Was ich immer besonders schlimm fand: wenn bei Sexualdelikten das Opfer als Täter dargestellt wird.

Peter Albrecht, ehemaliger Basler Gerichtspräsident und Strafrechtsprofessor

33 — Wo schläft man in Bern am besten?

Eigentlich im Wald. Ich habe zuerst in einem Zelt geschlafen, zusammen mit anderen, dann in einer Hütte. Ich war von Baustelle zu Baustelle gezogen und hatte mir Isolationsmaterial zusammengeklaut, und daraus war dann die Hütte entstanden. Als wir aus dem Wald vertrieben wurden, kamen wir halt wieder in der Stadt unter. Im Bahnhof wäre es angenehm, selbst im Winter, aber wenn der schliesst, schicken die Bullen dich weg. Das Wichtigste ist: Versuche um alles in der Welt zu verhindern, dass du draussen schlafen musst, vor allem im Winter. Im Winter unter einer Brücke oder auf einer Sitzbank – das geht gar nicht. Wenn du schlafen willst, muss es warm sein. Ich selbst habe im Moment eine kleine Mansarde, aber wenn ich die nicht hätte, würde ich es machen wie früher: Ich würde bei Hausbesetzern unterkommen. Ein besetztes Haus ist der beste Ort für einen Obdachlosen.

Mario, Bettler

34 — Woran erkenne ich, dass ich jemanden liebe?

Ich glaube, es dauert Jahre, bis man weiss, ob man jemanden liebt. Ob man jemanden genug liebt. Als Grundregel kann man sagen: Wenn Sie frisch zusammengekommen sind und es sich gut anfühlt, Sie aber ein wenig Zweifel haben, dann geben Sie der Beziehung zwei Jahre. So lange dauert es, bis beide sich von den Ereignissen erholt haben, die vor der Beziehung lagen. Wenn es allerdings Ihre erste grosse Liebe ist, dann sind Sie ein Teenager, und dann sind zwei Jahre eine Ewigkeit. Für Teenager gilt: Nach zwei Monaten weiss man es.

Miranda July, Schriftstellerin, («Zehn Wahrheiten»)

35 — Bei welchem Spiel habe ich im Casino die besten Gewinnchancen?

Beim Black Jack. Als Einheit gilt uns der sogenannte Bankvorteil, also der erwartete Gewinn des Casinos: Wenn Sie beim Black Jack die optimale Spielstrategie wählen, liegt der Bankvorteil lediglich bei 1 Prozent. Am Roulettetisch beträgt er 2,7 Prozent, bei den Slotmachines, also den Spielautomaten, bei 5 Prozent im Schnitt. Dies sind aber immer noch wesentlich bessere Gewinnchancen als beim Lotto, dort erwartet Sie ein Bankvorteil von rund 50 Prozent.

Detlef Brose, CEO Grand Casino Baden

36 — Sieht man wirklich besser, wenn man die Augen zusammenkneift?

Ja. Durch das Zusammenkneifen der Augen wird die Wahrnehmung störender Strahlen aus dem Randbereich reduziert. Dabei fällt das Licht zentrischer auf die Netzhaut, was die sogenannte Schärfentiefe erhöht. Besonders Personen mit einer nicht oder unzureichend korrigierten Fehlsichtigkeit sehen beim Zusammenkneifen der Augen tatsächlich deutlicher, da das Objekt durch die Erhöhung der Schärfentiefe klarer und kontrastreicher abgebildet wird.

Marcel Gehring, Optiker Kochoptik Zürich

37 — Was mache ich mit einer angebrochenen Flasche Wein?

Zapfen wieder drauf und rein in den Kühlschrank. Die meisten Weine, abgesehen von richtig alten Flaschen, überleben locker 24 Stunden. Und vielen jüngeren Weinen wird eine Nacht an der frischen Luft sogar guttun. Sehr robuste Weine – also Weine mit viel Säure, Zucker, Alkohol und Tannin – können Sie auch eine ganze Woche im Kühlschrank aufbewahren. Von Vakuumpumpen übrigens halte ich wenig, der Zapfen reicht.

Arvid Rosengren, Weinchef im Restaurant Charlie Bird in New York, 2016 zum besten Sommelier der Welt gewählt

38 — Der Mensch stammt vom Affen ab. Aber von wem stammt der Affe ab?

Die Menschenaffen stammen von den süssen, lemurenähnlichen Klettertieren ab, die ihre Vorläufer wiederum in insektenfressenden Säugetieren haben. Denen sind Reptilien vorausgegangen, davor gab es Landwirbeltiere – also Fische mit Beinen. Affen stammen folglich streng genommen von Fischen ab.

Ben Moore, Professor für Astrophysik an der Universität Zürich

39 — Brauche ich ein Haustier? Und wenn ja: Hund oder katze?

Ja. Aber Sie sollten wissen, worauf Sie sich einlassen. Nämlich auf das hier:

HUNd: Sie kriegen ein vierjähriges Kind mit Impulskontrollstörungen. Machen Sie sich keine Illusionen, Ihr Hund wird immer ein dummdreister, unschuldiger Vierjähriger bleiben. Sie werden in Hundescheisse treten, wenn Sie es am wenigsten erwarten (und auch dann, wenn Sie es erwarten). Es wird gekotzt werden. Es wird Tränen geben. Man wird Sie anflehen, nach draussen zu gehen, selbst in Wetterverhältnissen, gegen die der Sturm in «Shining» ein laues Lüftchen war. Andererseits: Er ist halt ein Vierjähriger mit Impulskontrollstörungen. Was haben Sie erwartet? Fazit: Wenig Überraschungen, aber konstante Bedürftigkeit.

KATZE: Sie kriegen ein launisches Teenagermädchen. Manchmal werden Sie geliebt, manchmal ignoriert, manchmal attackiert. Sie werden Zeuge stundenlanger Körperhygiene und Ziel vernichtender Blicke. Das ist das Best-Case-Szenario. Der Worst Case? Sie kriegen einen gerissenen Landstreicher. Hübsch, aber verrückt. Fähig zu allem. Fazit: Unscheinbar bis entsetzlich.

Mike Sacks, Redaktor bei der amerikanischen «Vanity Fair»

40 — Woher kommen Fruchtfliegen, und wie werde ich sie wieder los?

Die Fliegen gelangen vermutlich entweder durch offene Fenster oder bereits mit dem gekauften Obst in die Wohnung. In der Schweiz findet man vor allem die Arten Drosophila melanogaster und Drosophila simulans, die beide ursprünglich aus Afrika stammen. Eine invasive Art ist Drosophila suzukii, die aus Asien stammt und ihre Eier in unreife Früchte legt.

Um sie einzufangen, eignen sich Fallen mit Bier und Seife besonders gut. Durch die Seife wird die Oberflächenspannung des Biers zerstört, und die Fliegen ertrinken, vom Geruch der Bierhefe angelockt.

Hans Rudolf Herren, Entomologe und Gründer der Stiftung Biovision

Noch mehr Fragen finden Sie hier:

Fragen 41–59: Von «Wie beende ich eine Freundschaft?» bis «Welcher Platz im Flugzeug ist der sicherste?»

Fragen 60–78: Von «Was war zuerst da – Huhn oder Ei?» bis «Wovor muss ich mich wirklich fürchten?»