Von Das Magazin

Das Magazin N°51/52 – 17. Dezember 2016

41 —Wie beende ich eine Freundschaft?

Fragen sich Männer so was? Nein. Solche Fragen stellen sich nur Frauen. Die Antwort lautet: Genauso, wie Sie eine Beziehung beenden sollten (5 — «Wie beende ich eine Beziehung?»). Denn Freundschaften sind wie romantische Beziehungen. Manchmal sogar romantischer. Feierlicher und dramatischer. Aber mit einem wesentlichen Unterschied: Anders als die Liebe kommt die Freundschaft vielleicht zurück. Wir leben uns auseinander, weil die Gemeinsamkeiten verloren gehen – und finden uns dann doch nach Jahren wieder. Mit grösserer Zuneigung und klareren Grenzen.

Miranda July, Schriftstellerin («Zehn Wahrheiten»)

42 —Wie oft pro Tag sollte ich meine E-Mails checken?

Einmal täglich wäre optimal. «Yestermail» ist eine schöne Methode, die vieles entschärft: Morgens die E-Mails vom Vortag beantworten. Dann hat sich vieles bereits von selbst erledigt, und die Prioritäten für den Arbeitstag lassen sich erkennen. Schnell gewöhnen sich die Kontakte an diesen Rhythmus, der längere Arbeitsphasen ohne Unterbrechung zulässt. Allerdings: Menschen suchen oft die Unterbrechung ihrer Arbeit. Diesbezüglich hilft die Theorie von John Perry, einem Philosophen, die besagt, dass uns die Unterbrechung produktiv mache: Die Energie, die wir für das Beantworten von Mentions und E-Mails aufwenden, könnten wir gar nicht in unsere «eigentliche» Arbeit stecken.

Philippe Wampfler, Gymnasiallehrer, schulesocialmedia.com

43 —In welcher Grossstadt der Welt hat es ammeisten Frauen pro Mann?

Riga, ‎Lettland. Hier kommen auf 100 Frauen nur 84 Männer. In Abu Dhabi hingegen, der Stadt mit dem niedrigsten Frauenanteil, sind es 220 Männer auf 100 Frauen.

Pew Research Center

44—Wie verhalte ich mich auf einem Horrortrip?

Bei Horrortrips denkt man gewöhnlich an LSD, Zauberpilze, Ayahuasca und andere Halluzinogene. Dabei können einen auch beim Konsum von Cannabis, Speed, Kokain, Crystal Meth oder Alkohol albtraumhafte Visionen heimsuchen. Das passiert immer dann, wenn Körper und Geist nicht in der Lage sind, die Droge zu bewältigen. Deshalb sind das Wichtigste, um Horrortrips zu vermeiden: Vorsicht und Vorsorge. Drogen sind gut, um besondere Erfahrungen zu sammeln, aber als Stimmungsaufheller sind sie tückisch. Am besten nimmt man Drogen nur dann, wenn man sich ohnehin hervorragend fühlt. Beim ersten Mal sollte man eine Droge nur niedrig dosieren und Menschen bei sich wissen, die einem lieb sind und mit der Droge Erfahrung haben. Solche Trip-Sitter können einem bei Bedarf ruhig zureden und darauf achtgeben, dass man regelmässig trinkt, gleichmässig atmet und niemandem Gewalt antut.

Wenn man ausgeht, sollte man jemanden bei sich haben, der einen schnell und einfach an einen ruhigen, bequemen Ort führen kann. Zu viel Stille ist aber auch nicht gut, man kann dann immer tiefer in gruselige Fantasien fallen. Besser, man hat harmlose Zerstreuung parat: ein geliebtes Kinderbuch, eine harmlose Zeichentrickserie, eine Uhr, um zu schauen, wie viel Zeit bereits vergangen ist und wie lange der Wahnsinn maximal noch dauern kann, sowie eine Zitrone, an der man zum Ausnüchtern lutschen kann. Moderat dosierte Beruhigungsmittel dämpfen Panik und Ängste und helfen beim Einschlafen. Ähnlich wie bei überdrehten Kindern fällt das Einschlafen erstaunlich leicht, wenn man es denn versucht. Und wenn man aufwacht, ist der Spuk gewöhnlich auch schon vorbei.

Ingo Niermann, Autor («Breites Wissen. Die seltsame Welt der Drogen und ihrer Nutzer»)

45 —Wie weine ich auf Kommando?

Entweder es passiert natürlich, oder man nimmt den Tränenstift. Das ist ein Mentholstift, von dem man sich etwas unter die Augen streicht. Funktioniert immer. Jeder Maskenbildner hat so einen in der Tasche, falls es mal nicht klappt – Zeit ist Geld. Ich hab schon Kollegen für ihr Weinen gelobt, dann sagten sie: Es war der Tränenstift. Aber auf natürliche Weise ist es am schönsten. Nur schwieriger. Jeder hat eine andere Methode, um an den Rand eines Zusammenbruchs zu kommen und Tränen auszulösen. Man erinnert sich an Dinge, mit denen man nicht abgeschlossen hat. Sehr private Dinge. Auch Musik ist geeignet. Manche können Taylor Swift hören und werden emotional. Eigentlich kann man irgendeinen Song hören, wichtig ist, was er mit einem macht. Songs sind wie Tasten deines Klaviers, auf denen du spielst.

Joel Basman, Schauspieler («Unsere Mütter, unsere Väter»)

46 —Welche Strategie ist beim Betteln die Beste?

Es gibt nur einen Trick, der wirklich funktioniert: Sei freundlich! Und ehrlich. Wenn du bettelst, musst du freundlich und ehrlich sein. Es gibt welche, die lügen, oft sind es Drogensüchtige. Die sagen dann, sie bräuchten Geld fürs Essen, dabei brauchen sie es für Drogen. Ich bin meistens ehrlich und sage, wofür ich das Geld brauche. Jetzt zum Beispiel für Zigaretten. Und dann gibt es die, die richtig unhöflich sind, Bettler, die Passanten an den Schultern packen und sie zurückhalten, die rufen: «Halt, stopp, ich habe Hunger!» Das geht natürlich nicht. Ein frecher Bettler kommt nicht weit. Ein undankbarer auch nicht. Wenn mir ein Passant sagen würde, dass er mir kein Geld geben wolle, mich aber ins Migros begleite und mir dort etwas zu essen kaufe – dann gehe ich natürlich mit und bin froh.

Mario, Bettler


47—Stimmt es, dass Hacker mich über das KameraFenster am Laptop beobachten können und ich es daher mit einem Post-it zukleben sollte?

Hacker können sich in der Tat Zugang zu unseren Smartphones oder Laptops verschaffen und die Kamera verwenden, ohne dass wir etwas davon merken. Die kleine Warnlampe, die an manchen Modellen aufleuchtet, wenn die Kamera läuft, ist nicht verlässlich. Die Kamera abzukleben ist aber nur bedingt sinnvoll: Ein Hacker, der es so weit geschafft hat, kann auch das Onlinebanking angreifen, die Browser-History ausspähen und E-Mails mitlesen. Dagegen hilft das Abkleben der Kamera natürlich nicht, viele Privatsphäre-Aktivisten kleben die Kamera trotzdem zu – als Statement.

Felix «Fefe» von Leitner, IT-Sicherheitsexperte, blog.fefe.de

48 —Kennen Katzen ihren Namen?

Ja. Aber sie reagieren nur, wenn sie Lust dazu haben. Zum Beispiel wenn er in Verbindung mit Futter gerufen wird. In der Forschung gehen wir davon aus, dass Katzen nicht die engere Bedeutung ihres Namens verstehen, da sie wie die meisten Tiere – Ausnahmen sind Raben, Papageien, Elefanten, Menschenaffen, Wale und Delfine – kein Ich-Konzept haben. Das erkennt man daran, dass Katzen den Spiegeltest nicht bestehen: Sie erkennen sich nicht selbst im Spiegel, sondern glauben, hinter dem Spiegel sei eine andere Katze.

Susanne Schötz, Professorin für Phonetik an der Universität Lund in Schweden. Sie forscht über die Melodie in der Mensch-Katze-Kommunikation

49 —Woran erkenne ich, dass etwas Kunst ist?

Dafür gibt es einen einfachen Test: Um sicherzugehen, dass ein Werk – ganz egal, ob ein Buch, ein Bild oder ein Musikstück – wirklich Kunst ist, darf ich es nicht nur einmal sehen oder hören wollen, sondern sooft es geht. Ich muss auch noch nach dem dritten, fünften oder neunten Mal das Bedürfnis haben, es wieder zu erleben.

Das Problem ist natürlich, dass es sich oft nicht so einfach bewerkstelligen lässt, ein Kunstwerk mehrmals zu sehen. Zum Beispiel, weil man es auf Reisen entdeckt hat und einem nur -wenig Zeit bleibt, es zu beurteilen. Ich sass kürzlich in einer Jury für junge Videokunst und musste aus fünfzig Videos die zwei, drei besten auswählen. Das ist nicht sehr schwer, denn wer wie ich sein Leben lang Kunst betrachtet hat, bekommt ein Gefühl dafür, was dauerhaft ist und was nicht. Wenn ich ein Kunstwerk sehe, stelle ich mir gewissermassen vor, ich würde es mir immer wieder ansehen. Wenn mich diese Vorstellung ermüdet, ist das Werk nicht so gut. Wenn ich ein positives Gefühl dabei habe, ist etwas dran.

Wenn Sie also das nächste Mal ein Werk sehen und nicht sicher sind, was Sie davon halten sollen, dann kommen Sie am nächsten Tag, in der Woche und im Monat darauf wieder in die Ausstellung, in der Sie es gesehen haben. Und wenn das nicht geht, stellen Sie sich vor, Sie würden immer wieder zurückkehren. Und fragen sich dabei: Freue ich mich auf das Wiedersehen?

Hans Ulrich Obrist, Kurator und Kolumnist bei «Das Magazin»

50 —Woran erkenne ich, dass jemand mich liebt?

Darüber sollten Sie sich keine Gedanken machen. Sie sollten sich nur um Ihre eigenen Gefühle kümmern. Falls Sie sich so was fragen, liebt sie/er Sie vermutlich, aber Sie fühlen diese Liebe nicht – was absolut normal ist. Es dauert zwei Jahre, bis man lieben lernt (34  — «Woran erkenne ich, dass ich jemanden liebe?»). Falls Ihr Gegenüber sich noch immer wie ein Idiot benimmt, können Sie davon ausgehen, dass die Person sich in einem tiefen Leid suhlt wie ein Kleinkind in einer voll gekackten Windel. Eine solche Person sollte sich zusammenreissen und lernen, aufs Klo zu gehen, bevor sie sich auf etwas so Erwachsenes wie eine Beziehung einlässt. Das kann lange dauern. Haben Sie nicht zu viel Mitleid.

Miranda July, Schriftstellerin («Zehn Wahrheiten»)

51 —Was ist die klügste Art, sein Geld anzulegen?

Die beste Anlage ist die Ausbildung der Kinder. Oder die eigene.

Monika Bütler, Professorin für Volkswirtschaft, Universität St. Gallen

52 —Wie macht man ein Feuer, wenn es regnet?

Wichtig ist, die richtige Stelle für das Feuer zu finden. Dazu gilt es, genau zu beobachten: Woher kommt der Regen? Wie ist der Wind? Wo gibt es hohe und dichte Bäume?

Hat man einen geschützten Ort gefunden, folgt die mise en place: Zuerst die oberste, feuchte Schicht Laub und Äste entfernen, bis ein Stück trockener Waldboden erscheint. Je nach Regenstärke muss man dazu auch etwas graben. Danach sammelt man Holz – umso mehr, je länger das Feuer brennen soll. Dazu muss man sich genug Zeit nehmen, sich auch mal etwas weiter von der Feuerstelle entfernen, Laub und Geäst wegräumen, bis man richtig gute, trockene Zweige findet. Die knacken beim Zerbrechen. Und bei denen macht es auch nichts, wenn sie aussen etwas verregnet sind. Nur gummig dürfen die Äste nicht sein. Dann sind sie innen feucht und brennen nicht sauber.

Das Feuer entzündet man dann am besten mit einem Streichholz und den kleinsten Zweigen. Danach arbeitet man sich Scheit für Scheit zu den dickeren Ästen hoch. Hat man schliesslich ein kleines Feuer entfacht, braucht es nur noch Fleiss und Aufmerksamkeit. Flamme beobachten, ein Stück Holz reinlegen, wieder einen Ast rausnehmen usw. Ein wenig Regen kann dem Feuer dann nichts mehr anhaben.

Thomas Gehrig, Präsident der Pfadibewegung Schweiz

53 —Wie entkommt man höflich einem Gespräch, das einen nicht interessiert?

Glück hat, wer an einer Stehparty ist: Da kann man sich jederzeit eine Aus-rede einfallen lassen, beispielsweise: «Ich möchte noch etwas vom Buffet holen.» Oder: «Ich muss kurz eine Bekannte begrüssen.» Denn ein Ortswechsel ist und bleibt die eleganteste Lösung, um sich aus einer rhetorischen Umklammerung zu lösen.

An einem formellen Abendessen mit Sitzordnung fällt diese Option weg. Wer höflich bleiben will, ist dazu verdammt, bis nach dem Dessert durch-zuhalten. Sobald sich dann die ersten Gäste erheben, kann man zur Toilette gehen und sich bei der Rückkehr woanders hinsetzen. Bis dahin hilft höchstens ein Themenwechsel, am besten humorvoll – das wirkt weniger hart. Nervige Personen tendieren in nervigen Gesprächen zu langen Vorträgen. Es wird folglich genug Zeit bleiben, sich etwas Humorvolles einfallen zu lassen.

Auf alle Fälle gilt: Wenn Sie wieder eingeladen werden wollen, dürfen Sie Ihrem Gesprächspartner auf keinen Fall das Gefühl vermitteln, dass Sie nicht interessiert sind – besonders wenn dieser mit dem Gastgeber befreundet ist. Höflichkeit verlangt, dass man manchmal lügt.

Christoph Stokar, Autor («Der Schweizer Knigge»)

54 —Wie kann ich am einfachsten entspannen?

Ich glaub, man kann perfekt entspannen, wenn man einfach das Gegenteil von dem tut, was man die ganze Zeit tut. Das ist dann natürlich nicht das Gleiche wie chillen. Denn wenn man zum Beispiel normalerweise immer Dreck macht, ist das Gegenteil ja Putzen, Aufräumen und Staubsaugen. Das kann einen dann sehr entspannen.

Jan Delay, deutscher Rapper

55 —Welcher Wein passt zu jedem Gericht?

Ein perfekter Allrounder ist ein nicht aromatisierter Weisswein mit viel Säure, aber ohne Barriquearomen. Ein Grüner Veltliner aus Österreich zum Beispiel, ein Chenin blanc aus dem Loiretal oder bestimmte mediterrane Küstenweine wie der korsische Vermentino erfüllen diese Ansprüche. Und dann gibt es Weine, die einem nie in den Sinn kommen, aber einen richtig guten Job machen, wie der Sherry Fino oder der Madeira Sercial – sie beherrschen auch sehr scharfe und fremde Gewürze, vor denen die meisten Weine kapitulieren.

Arvid Rosengren, Weinchef im Restaurant Charlie Bird in New York, 2016 zum besten Sommelier der Welt gewählt

56  — Wie entscheide ich mich im Restaurant für ein Gericht?

Die erste passende Speise, die Sie entdecken, sollten Sie bestellen und die Karte sofort weglegen. Denn: Je mehr zusätzliche Optionen im Kopf herumschwirren, desto unsicherer und unzufriedener wird man. Alternativ können Sie die Karte auch gar nicht ansehen, denn die Souveränität eines Gastes äussert sich in seinem Vertrauen zum Gastgeber. Lassen Sie diesen entscheiden, was er Ihnen serviert, und freuen Sie sich daran, mit welcher Verve sich der Küchenchef ins Zeug legt, um dem Gast, den er sich immer gewünscht hat, nach der Mahlzeit fröhlich die Hand schütteln zu können.

Barry Schwartz («The Paradox of Choice»), Professor für Psycho-logie am Swarthmore College, USA

57  — Wie mache ich zu klein/zu gross gekaufte Schuhe bequem?

Gar nicht. Verwenden Sie die Sorgfalt, die seinerzeit auf das kontrollierte Ausbeulen zu kleiner Schuhe oder die klandestine Anschaffung von Filzsohlen für zu grosse aufgewendet wurde, auf die Prozedur der Anschaffung. Das bedeutet erstens: Kaufen Sie Ihre Schuhe nicht im Internet, sondern im Fachhandel. Nehmen Sie sich zweitens ausreichend Zeit für den Schuhkauf. Schuhverkäufer müssen die Qualitäten eines Orthopäden mit dem Geschmack einer Stilikone verbinden. Es braucht also genauso viel Zeit, den richtigen Vertrauensverkäufer zu finden. Man bleibt ihm dann besser treu und verhandelt kleine Korrekturen sozusagen auf der Basis medizinischer Übereinstimmungen. Das gilt drittens nicht für Kletterer oder Marathonläufer: Kletterschuhe müssen immer zwei Nummern zu klein, Marathonlaufschuhe zwei Nummern zu gross sein.

Christian Seiler, Food-kolumnist bei «Das Magazin» und Experte für alle Lebensfragen

58 — Wieso gibt es verschiedene Sprachen?

Wer eine einfache Frage beantwortet, indem er die Frage selber infrage stellt, erntet häufig Seufzer über die Weltfremdheit von Akademikern. Dennoch ist es alles andere als klar, was «Sprachen» sind. Zunächst ist es wichtig, «Sprachen» vom Konzept der «Sprache» zu unterscheiden. Wenn Linguisten einzelne Sprachen untersuchen, interessiert sie nicht, warum zum Beispiel !Xóõ (Botswana/Namibia), eine Sprache, die Verben vor ihre Objekte stellt, ungefähr dreizehnmal so viele Phoneme hat wie Rotokas (eine Bougainville-Sprache  Papua-Neuguineas), wo das Verb dem Objekt folgt – so faszinierend diese Frage auch sein mag.

Stattdessen möchten sie herausfinden, was genau Sprache überhaupt möglich macht. Laut Noam Chomskys einflussreicher, aber nicht unumstrittener Theorie verfügen alle Menschen von Geburt an über dieselben natürlichen grammatischen Grundsätze, manchmal Universalgrammatik genannt. Dass ein Roto-kas- und ein !Xóõ-Sprecher kein Wort des jeweils anderen verstehen können, ist allein ein Produkt soziokultureller Verhältnisse und hat nichts mit Biologie zu tun. Letztendlich sind Rotokas und !Xóõ – genauso wie Schwyzerdütsch und Japanisch – ein und dasselbe: verschiedene Erscheinungsformen von Sprache, nicht aber verschiedene Sprachen.

Lässt sich Ihre Frage also überhaupt beantworten? Das würde ich gern selber wissen. Linguisten glauben an das Uniformitätsprinzip – dass Sprachen sich heute genauso verhalten wie seit Beginn der menschlichen Sprachentwicklung vor etwa hunderttausend Jahren – aber wir wissen nicht, wie und wo die Sprache als solche entstanden ist (oder ob sie überhaupt einen einzigen Ursprung hat), und es ist ebenso schwierig, anatomische, geografische oder andere Ursachen dafür auszumachen, wie sich eine Proto-Weltsprache (oder ein paar Ur-Ursprachen) zu der weltweiten Sprachsituation, wie wir sie heute haben, entwickeln konnte.

Wenn Sie sich für solche Probleme interessieren, werden Sie Linguist!

Joshua T. Katz, Princeton University

59 — Welcher Platz im Flugzeug ist der sicherste?

Ein eher unpopulärer: ein Mittelsitz im hinteren Teil des Flugzeugs. Wer im hinteren Drittel des Flugzeugrumpfes sitzt, hat bei einem Absturz die Sterblichkeitsrate von 32 Prozent, im mittleren Drittel liegt sie bei 39 Prozent, im vorderen Drittel (Business und First Class) bei 38 Prozent. Fazit: Hinten zu sitzen kann das Leben verlängern.

Federal Aviation Administration’s CSRTG Aircraft Accident Database

Noch mehr Fragen finden Sie hier:

Fragen 60–78: Von «Was war zuerst da – Huhn oder Ei?» bis «Wovor muss ich mich wirklich fürchten?»