Leserbriefe


Bilanz nach zehn Jahren

Ein Kommentar von Daniel Binswanger

Das Magazin N°51/52 – 23. Dezember 2017

Das Beste, wie meistens, kam zum Schluss : «Ich werde diese Kolumne an anderer Stelle fortsetzen.» Auch wenn ich manchmal widersprechen muss, Daniel Binswanger gehört zweifelsohne zu den besten «Kolumnern», die wir in der Schweiz haben. Er hat den Überblick und kann deshalb ein Thema von mehreren Seiten beleuchten. Auch in dieser «Abschiedszusammenfassung» bringt er es auf die Punkte, stellt Fragen und offeriert seine Meinung. Er regt zum Denken an ! Dort liegt die Aufgabe von Kritikern wie Daniel Binswanger: im Überbrücken der Gedankenlosigkeit der Leser. Wir sehen es bei den meisten Abstimmungen und Wahlen: Sind die erste Gefühlsduselei, das unkontrollierte Aufbrausen und die herzgesteuerte Mitgefühlsphase vorbei, kann das Hirn seine angestammte Arbeit verrichten. Das gilt allerdings, und man muss sagen leider, nur für Menschen, bei denen das Gehörte nicht beim einen Ohr reingeht und beim anderen sofort austritt, wie das oft gesagt wird. Das geht nämlich nur, wenn nichts dazwischen ist.
Gratulation, Herr Binswanger, ich gönne Ihnen von Herzen den Tapetenwechsel.
Mark Gasche