Leserbriefe


Die Schweiz der anderen

Von Tuğba Ayaz

Das Magazin N°11 – 14. März 2020

Liebe Frau Ayaz

Ich möchte Ihnen herzlich danken für den einfühlsamen Bericht über die „Jugendlichen aus Dietikon und Spreitenbach“. Ich bewundere Ihre Geduld bei Interviews und spüre vor allem eine Liebe zu diesen Jungen, die zwischen  zwei oder mehr Welten stehen. Es macht mich auch dankbar für das Privileg, als Schweizer in der Schweiz akzeptiert zu sein. Wir spürten als Familie etwas von der Identitätskrise unseres Sohnes, welcher als Kind mehrere Jahre mit uns in Nepal gelebt hat und nach der Rückkehr sein Gastland und vor allem seine internationalen Freunde schmerzlich vermisste und anfangs in der Schule recht fremd war. Erst nach einem Praktikum als 23-Jähriger in Nepal hat er geschrieben: „Jetzt weiss ich, dass ich nicht Nepali bin!“

Liebe Grüsse und weiterhin viel Freude am Schreiben!

Martin Meyer, 3672 Oberdiessbach