Leserbriefe


Du sollst dein Kind nicht loben

Ein Gespräch von Christof Gertsch

Das Magazin N°47 – 23. November 2019

Lobenswert. . . ist die Ansicht des Herrn Alfie Kohn sicher, dass nur aus dem Urgrund einer bedingungslosen Liebe, ein konstruktiv würdigendes Beachten möglich wird. Für ein Streiten oder Rügen gilt dasselbe.

«Brennt die Sonne nicht allzu heiss, wärmt sie, wie ein Loben   – »

Ein uneigennütziges Loben wird ja zum Mitfreuen. Ein bedingungsloses Mitfreuen ermutigt.

Ich denke, dass vielen Müttern ein Nutzdenken oder Nutzlieben befremdlich scheint.

Herr Kohn schreibt naturgemäss aus etwas allgemein männlicher Sicht. Er ruft zum Mut auf, zu einer eher naturgegebenen Mütterlichkeit, die allerdings oft unter einem materiellen Nutzdenken leidet oder sich diesem unterwirft. . . .

Ein Mass des Lobens bleibt wie meist ein Mass der Dinge. Ein Mass das Wachstum, Übersättigung oder ein Hungern bewirkt.

Ich hoffe sehr, dass seine detaillierte Ermutigung zu einer bedingungslosen menschlichen Wärme, zu Herzen genommen wird!

Dafür fühle ich mich dankbar mit ihm verbunden!

Freundlich grüsst

Marlies Vontobel,  8704 Herrliberg