Leserbriefe


SVP: Das Ende des Sonderfalls

Von Philipp Loser

Das Magazin N°36 – 7. September 2019

Lieber Herr Loser

Schon wieder so ein Maturanden-Aufsatz.
Schon wieder SVP-Bashing.
Schon wieder die Abschrift der Abschrift der Abschrift.

Man kann für oder gegen die Partei sein. Aber Ihre Analyse ist haarsträubend. Warum sollte der Sonderfall fertig sein? Warum ? Eine Partei ist wie ein Markenartikel. Sie existiert so lange, wie sie Kunden hat. Punkt. Wo sehen Sie dann die Alternative in der schweizerischen Parteienlandschaft bei Themen wie dem Rahmenvertrag, wie der Asylpolitik, wie der schleichenden Vergesellschaftlichung von allem und Jedem ? Wo ? Sie hätten den gleichen Artikel über die Juso schreiben können, und auch dann wäre er gründlich falsch gewesen.

Eine Partei ist ein Abbild und einem politischen Gefühl – haben Sie im Ernst den Eindruck, dass die oben erwähnten Themata bei einem Teil der denkenden Bevölkerung gänzlich verschwunden sind ?

Und wo, bitte schön, ist z.B. ein Herr Glättli oder Herr Wermuth weniger mantrahaft vergreist als der viel gescholtene Köppel ?
Ich weiss es nicht – Sie schon: Es geht einfach darum, „gegen die SVP“ zu sein. Der urbane Kick, der Mainstream des guten Geschmackes.

Und warum titelt das Magazin „Bolsonaros Weg“, wenn doch nach der Lektüre des wunderbar geschriebenen Textes deutlich wird, dass diese Strasse schon in den 60ern gebaut wurde? Mmmhhh …?

Vorsichtige Grüsse

C. Lehmann